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Tigu Dahome
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Zwei schnelle Bücher für zwischendurch.

Ein mittelschönes Leben. Ein Kinderbuch über Obdachlosigkeit. - Kirsten Boie (Carlsen Verlag)

Ein Durchschnittsmann führt ein Durchschnittsleben am unteren sozial akzeptablen Rand der Gesellschaft. Er möchte seiner Familie (Frau mit zwei Kindern) etwas Gutes tun, nämlich Urlaub auf Mallorca, und beginnt dafür andauernd Überstunden zu machen, worauf die Frau ihm erklärt, dass sie, da er sooft ausser Haus ist, einen neuen Freund hat. Als er deswegen laut wird, verlässt die Frau ihn, und nimmt die beiden Kinder mit. Danach wird er gleich einmal entlassen, worauf er sich in einer anderen Stadt eine neue Arbeit besorgt, und gleichmal tausend Sachen die man für ein Leben in einer neuen Stadt braucht. Pechlicherweise muss seine neue Firma kurze Zeit später einen Großteil der Belegschaft entlassen, darunter auch ihn, da er sich noch nicht so lange bei der Firma angestellt gewesen ist. Danach verlässt ihn seine Antriebskraft sich erneut eine weitere Arbeit zu suchen, da der Arbeitslosenmarkt auf einmal von Arbeitssuchenden überschwemmt ist, und aufgrund der Tatsache, dass er in der neuen Stadt niemand kennt, gibt es demnach auch keine Person, die ihn moralisch soweit aufrichten kann, dass er wieder tatkräftig sich in die Arbeitssuche hineinkniet. ... usw. usf.

Dieses Kinderbuch versucht unseren Kleinsten näher zu bringen, dass Obdachlose Menschen wie du und ich sind, und dass jeder einmal in die Situation geraten kann in die Obdachlosigkeit abzurutschen. Leider wurde der Ablauf der Handlung derart allgemein gehalten, dass man nicht wirklich eine empathische Einstellung bezüglich der Hauptfigur entwickeln kann. Vielmehr fühle ich mich, als ehemals Obdachloser vom Thema ja selbst betroffen, eher verschaukelt, wenn ich mir so eine Gutmenschenversion einer Lebensbiografie durchlesen muss. Zum Glück beinhaltet dieses Werk noch einen zweiten Teil bei dem Kinder Fragen an Obdachlose stellen konnten, und diese ihnen bezüglich ihrer Lebenssituation geantwortet haben, einige Frage-Antwortstellungen wurden dabei durch genauere Beschreibungen der Situation ergänzt.

Dieses Buch würde ich mir nicht erneut zulegen.


Jokel, Jula und Jericho - Christine Nöstlinger (Beltz & Gelberg)

Der rothaarige, sommersprossige und selbst für sein Alter nicht gerade großgewachsene Jokel hat unterschiedlich lange Füße, weswegen seine Mutter für ihn immer Schuhe kauft, die gut zu seinem kleineren Fuß passen. Als er mal wieder für seien Mutter beim Einkaufen gewesen ist, und sich wegen seines schmerzenden größeren Fußes kurzzeitig auf der Parkbank ausruht, lernt er die ebenfalls rotharige kleingewachsene Jula kennen, die aufgrund zweier unterschiedlich großer Füße dem Weg entlang hinkt, da ihre Schuhe nach der Passgröße ihres großen Fußes ausgewählt worden sind. Weil sie beide ihren unbequemeren Schuh loswerden wollen, tauschen sie jeweils den unpassenden ihrer Schuhe aus. In diesem Augenblick verlieben sich die beiden ineinander, werden aber jäh auseinander gerissen, als ihr Großvater sie einfach mitnimmt. etc.pp.

Mein drittes Nöstlingerbuch ist bisher auch das gelungendste der drei - zu den anderen beiden Werken sind meine Rezensionen etwas weiter vorne hier im Forumsraum -, da es mir als Kinderbuch, einen gelungenen Bezug auf die Ansichten seiner Zielgruppe aufweist, und die Ereignisse innerhalb der Geschichte sehr liebevoll beschrieben worden sind. Weiterhin verzichtet das Werk auf krude Lösungsverläufe in der Geschichte wie sie mich etwa in Nöstlingers 'Lollipop' noch gestört haben.
17.06.2012 21:27 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
Tigu Dahome
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Und gleich noch eins hinterher:

Der Anfang von allem - Jutta Richter (Rohwolt Verlag)

Ähnlich wie in ihrem Buch 'Der Hund mit dem gelben Herzen' behandelt Richter in diesem Werk die biblisch-christliche Version der Schöpfungsgeschichte. Der Unterschied zwischen diesen beiden Adaptionen besteht aber darin, dass in der Hundegeschichte die Erzählung von der Genese mit der Erschaffung des Menschen aufhört, während sie in 'Der Anfang von allem' fast schon gleich damit anfängt, da sie hier die Geschicht von Adam und Eva (sowie Kain und Abel) erzählend wiedergibt. Ihre Version ist dabei nicht nur kindgerecht gestaltet, sondern ist mit ihren psychologischen Beschreibungen auch ein wertvoller Wegweiser durch die Erzählung ohne jemand großartig die Schuld zuzuschreiben.

In meinen Augen vollführt Richter hier eine gelungene Umsetzung der alten biblischen Geschichten, wobei mir ihr anderes Buch mit dem gelbherzigen Hund schon noch besser gefallen hat.
21.06.2012 03:51 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Der Herr in den grauen Beinkleidern - Wolfgang Ecke (Ravensburger Taschenbücher)

Was für monty wohl die Bücher von der Nöstlinger, sind für mich die Werke vom Ecke, eine nette Kindheitserinnerung, obwohl ich auch damals eher Sachbücher und Erwachsenenliteratur zu meinen eigentlichen Lesevergnügungen gezählt habe. Denn Ecke ist dafür bekannt, dass er viele Krimis geschrieben hat, an denen man am Ende selber erraten durfte, wer der Täter ist, oder warum nur die Person der Täter sein konnte, die der leitende Polizeibeamte / Detektiv am Ende festgenommen hat. Im Gegensatz zu den Mitratekrimis handelt es sich bei dem Herren in den grauen Beinkleidern aber um einen einfachen Erzählkrimi, bei dem man schwer mitraten kann wer der Täter ist, da die Lösung zum einen Teil mehr als offensichtlich ist, zum anderen ... großes Grinsen . Aber worum geht es hier?

Ach ja, um ein Buch aus der Perry Cliftonreihe. Perry Clifton ist ein Hobbydetektiv, dessen Arbeitgeber ein großes Warenhaus ihn nur im Bereich der Werbeabteilung einsetzt. Diese Tätigkeit wirft jedenfalls nicht so viel Geld ab, so dass er in einem Mehrparteienhaus als Nachbar des Schülers (und nebenbei besten Freundes und Bewunderers) Dicki Miller lebt. Als dann Perrys Onkel verstirbt, erbt er - nein, nicht wie Dicki befürchtet, das ganz große Geld, um sich ein neues Leben weit ab von seinem Freund aufbauen zu können großes Grinsen - zwei Kisten, in denen Reiseandenken (Kiste 1) und eine sensationelle 40 - 50 Jahre alte Erfindung aus dem Jahre 1911! (Kiste 2) sich befinden. Diese Erfindung macht die Leute mitsamt ihrer Kleidung sowie alles andere Zeug, das sich in unmittelbaren Körperbereich befindet, unsichtbar. Und schonmal im Besitz einer solchen technischen Wunderspielerei setzt Perry sie ein um den derzeit spektakulärsten Raub, den der Kandarskydiamanten, aufzuklären zu versuchen. Dass dies nicht alles so unkompliziert abläuft, und warum ihm seine grauen Hosen andauernd in die Bredouille bringen (Zwischenzeitlich verfolgt in ja ein ganzer Mob.), kann man in diesem Werk nachlesen.

Trotz der Unwahrscheinlichkeiten in der Geschichte (beispielsweise reden die Verbrecher immer dann von wichtigen Einzelheiten ihres Coups, wenn Perry in der Nähe ist) ist die Geschichte nicht nur lesbar, sondern teilweise auch ziemlich witzig.

Und heute zu Ende gelesen:

Ein Dämon lässt die Kühe fliegen - Robert Asprin (Bastei Lübbe)

Nach längerer Pause versuchte Asprin die Geschichte seiner Dämonenreihe fortzusetzen, konnte sich aber nicht so schnell wieder in die Geschichte einfühlen, so dass er erst diesen elften Band, der zeitlich zwischen Band 3 und 4 spielt, zwischengeschaltet hat. Mal abgesehen, dass die Geschichte für mich
selbst interessanter war als die Bände 7 - 10, in denen er ja den Erzählstil schon einmal - bezogen auf die ersten sechs Bände - geändert hatte, war die technische Ausarbeitung dieses Werkes ein schlechter Witz. So schafft Asprin es nicht einmal an die eigene innere Logik der Geschichte sich zu halten, die er ja auch oft genug in diesem Werk erwähnt hat. (Er kann zum Beispiel das Ergebnis seiner Tarnzauber nicht sehen, findet aber dass er ein als ihn getarntes Bettzeug sehr gut getroffen hat.) Und dass der Lektor sich nicht wundert, dass ein und diesselbe Person mal als Tanda, und dann als Tananda tituliert ist, kann einen nur selbst zum Staunen bringen. ...

Der Inhalt dieser Geschichte ist auch kurz zusammengefasst: Skeeve hatte bei seinen Dimensionsreisen mit Tanda (Band 3, in dem es um Aahz Geburtstag geht) eine Schatzkarte erworben, die den Weg zur einer Kuh zeigen soll, die goldene Milch gibt. Da sie aber mit den Dimensionsangaben auf der sich andauernd verändernden Karte nichts anfangen können, bezahlen sie einen Wandler für das Auffinden der einzelnen Dimensionen. In einer dieser Dimensionen treffen sie auch auf Glenda, die sich ihrer Gruppe auf Schatzsuche anschliesst. ...

Wie gesagt kann man sich bessere Geschichten zum Lesen vornehmen.
26.06.2012 23:48 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
Tigu Dahome
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Die verschwundene Miniatur - Erich Kästner (Büchergilde Frankfurt)

Fleischermeister Oskar Külz möchte nach einem Leben, in dem er stets für seine ziemlich umfangreiche Familie in allen Belangen da war, auch einmal etwas für sich selbst haben und entschwindet nach Kopenhagen. Dort angekommen trifft er die, wie er aus Berlin stammende, Sekretärin eines Kunsthändlers, welche den Auftrag hat eine Miniatur im Wert von 600.000 Mark nach Berlin zu bringen. Da in letzter Zeit in der Kopenhagener Gegend aber einige teure Bilder entwendet worden sind, bittet sie den Oskar darum, dass er für sie das Bild bis nach Berlin bringt, während sie selbst nur im gleichen Zug, aber in einem anderen Abteil mitfährt, um es in Berlin wieder in Empfang zu nehmen zu können. Die Diebesbande ist ihnen jedoch schon in diesem Augenblick auf den Fersen, und wird bis zum Ende nicht locker lassen um an das begehrte Bild zu kommen. Ausserdem verfolgt ein weiterer Herr, der sich erst in Kopenhagen als Rudi Struve vorgestellt hat, die beiden Gemäldetransporteure.

Mein erstes gelesenes Kästnerbuch fand ich jetzt nicht so dolle. Der Verlauf der Geschichte ist nämlich nicht nur regelrecht vorhersehbar, sondern strotzt auch so von unwahrscheinlichen Ereignissen, dass kein wirkliches Interesse an der Geschichte entstehen kann. Das ist bei der Gattung der Gaunerkomödie ein schwer wiegendes Pfand, dass man wenigstens durch den humoristischen Anteil versuchen sollte wegzumachen, aber irgendwie erwischt der Kästner auch hier nicht meine Wellenlänge.


Das genaue Gegenteil dagegen ist:

Der Gasmann - Heinrich Spoerl (Paul Neff Verlag),

der mich im humorvollen Bereich glänzend unterhalten hat, konnte mit seinen zurückhaltenden, jedoch präzisen Charakterbeschreibungen eine schön sich für die Hauptperson, Gasmann Knittel, zuspitzende Situation darstellen, die aber eben durch den immer wieder einfließenden Humor entspannt wurde.

In dieser Geschichte geht es nämlich darum, dass Knittel im Zug auf eine Person im Pyjama trifft, die ihm anbietet seinen Anzug abzukaufen, da er selber keinen Anzug hat, und wegen dieses Vorfalls auch nicht den Schaffner behelligen möchte. Während der Unterredung fällt Knittel aber ein, dass er, wenn er seinen Anzug ja verkauft, selbst nicht anzuziehen habe, so dass sein Gegenüber vorschlägt, er solle doch dafür seinen Pyjama anziehen. Jedenfalls schaukeln die sich im Gespräch über den Anzug derart hoch, dass die Summe, die der unbekannte Herr auf den auszustellenden Scheck schreibt, auf den Wert von 10.000 Mark anwächst, bevor er dann mit seinen neuen Anzug aus dem Abteil abhaut und in der Menge untertaucht. Knittel hingegen ärgert sich, da er seinen Anzug unter der Bedingung, dass er mit einem Schlafanzug sich durch die Öffentlichkeit bewegen muss, gar nicht verkaufen wollte, denn bis jetzt hat er noch gar nicht bemerkt welche Summe auf den Scheck steht.

Jetzt kann man natürlich, aufgrund meiner Kästnerkritik hier drüber sagen, dass dieses Ereignis hier doch auch eher unwahrscheinlich sei, aber dass ist für mich in diesem Fall verzeihlich, da dies mit die einzige Szene der Geschichte in dieser Hinsicht ist, sie gleichzeitig gut den Grund erklärt, warum Knittel sich immer mehr in dieser Geschichte in die Bredouille bringt, wenn er darüber nachdenkt, was er mit dem Geld denn nun machen solle, und die am ehesten zu der Auflösung führt, die sich Spoerl hier für die Geschichte zurechtgelegt hat.

Knittel denkt natürlich zuerst, dass der Scheck aufgrund des hohen Betrages nicht echt sein kann, und geht deswegen zur Polizei, die ihm aber nicht bezüglich seiner Belange aushilft, sondern ihn erst einmal zur Bank schicken, damit er selber überprüft, ob der Scheck echt ist. Und nun läuft er in der Bank auf, erhält ein riesiges Vermögen, und muss sich damit auseinandersetzen, dass er reich ist, dass er sich was leisten kann, dass er immer noch nicht weiß, ob er das Geld zurückgeben muss, und bekommt auf kurz oder lang natürlich ein Problem nach dem anderem.

Ach ja, bevor ich vergesse es zu erwähnen, dass Buch ist natürlich uralt, stammt so aus der Zeit des Dritten Reichs (1940), und wird an der einen oder anderen Stelle schon mal politisch - der Vergleichswitz zwischen Pferdewetten und seiner ehemaligen Mitgliedschaft in der SPD großes Grinsen , obwohl hier mehr Kritik bezüglich des Polizei- und Justizwesens eingeflossen ist.

Jepp, dieses Buch kann ich empfehlen, und wenn man gleich noch lustig viel Zeit hat, liest man noch die Feuerzangenbowle (ebenfalls von Spoerl), oder der Hauptmann von Köpenick (Zuckmayer) davor oder danach.
01.07.2012 11:31 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
watchman
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Hallo,
ich lese momentan 100 Jahre Einsamkeit von Gabriel Garcia Marquez. Ein unglaublich gutes Buch! smile
13.07.2012 00:28 watchman ist offline E-Mail an watchman senden Beiträge von watchman suchen Nehmen Sie watchman in Ihre Freundesliste auf
Tigu Dahome
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In letzter Zeit kaum zum Lesen gekommen, daher nur drei Bücher in drei Wochen geschafft traurig . Und die sind noch nicht einmal gerade berauschend gewesen.

Zuerst:

Perry Clifton und die Phantombande - Wolfgang Ecke (EBG Verlags GmbH)

durchgeschmökert. Es handelt sich wieder um ein Perry Clifton- Detektivroman (siehe auch weiter vorne meine Rezension zu 'Der Herr in den grauen Beinkleidern') , womit schon mal feststeht, dass der Detektiv Perry Clifton mit seinem jugendlichen Freund und Assistenten Dickie Miller einen Fall zu lösen bekommen. Der würdige Gegner diesmal ist die berühmt-berüchtigte Phantombande, die nur alle paar Jahre ein Jahrhundertverbrechen hinlegen, um dann für die nächsten Jahre in ihren gesetzestreuen Normalleben unterzutauchen. Und da sie sich ausserhalb ihrer Phantomverbrechen, die untereinander keinerlei Verbindung aufweisen, und bei denen nie irgendein Nachweis auf die Täter zu finden gewesen ist, sich nichts zu Schulden kommen lassen, werden sie bis zu ihrem neuestem Verbrechen, das Einschmuggeln von Pakistani nach England und dem Verbreiten von Drogen, die sie als Bezahlung für die Einreise bekommen haben, niemals nicht verdächtigt Mitglied dieser ominösen Verbrecherbande zu sein. Doch dieses Mal hat die Bande, die von ihren bisher stets streng eingehandelten Regeln abweicht, kein Glück, denn bei ihren abendlichen Einfuhren der Pakistani von Skandinavien nach Schottland !!! werden sie ausgerechnet vom Großvater des Dickie Miller gesehen, der prompt den Detektivfreund seines Enkels anschreibt, sich diese Sache etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dieses Buch weist für mich ein paar Zufälle zuviel aus, weswegen ich diese ansonsten von der Grundvoraussetzung her gelungene Geschichte nicht so viel abgewinnen kann.

Es ist aber immer noch besser als das Buch

Nimmerklug im Knirpsenland - Nikolai Nossow (Der Kinderbuchverlag Berlin),

dass mir viel zu sehr belehrend wirkt. Denn Nimmerklug ist ein dummer Knirps, der sich Geschichten ausdenkt, um sich interessant zu machen, und wie viele andere seiner Knirpsfreunde gerne sich mit Mädchen prügelt. Also dieser Nimmerklug geht mit den 15 anderen Bewohnern seines Hauses, darunter der belesene und intelligente Immerklug, der einen Reiseballon erfindet, mittels eines Ballons auf Reisen, um kurz nach dem Absturz dieses Reisevehikels in einer Stadt, die nur von Knirpselinen bewohnt wird, zu landen, und von deren Einwohnern zu lernen, dass man mit Knirpselinen genauso gut Freund sein kann wie mit Knirpsen usw. usf. Der Reise- und Abenteuerteil des Buches gefällt mir herbei durchaus. Nur dieses plumpe einfältige - also eigentlich sehr kleinkindische - Verhalten der Knirpse - Synonym für Kinder - und der sich daraus belehrend wirkende Verlauf der Geschichte stört zu sehr.

Zu guter letzt habe ich mir dann heute noch

Alle Chancen für Paula - Janet Tashjian (dtv junior) durchgelesen.

Paula ist ein andauernd von Selbstzweifel und Horrorszenarienvorstellungen zerfressenes Kind, dass sich einfach nur wünscht normal zu sein. Irgendwie wirkt sie für mich wie jemand, der an eine anankastsiche Persönlichkeitsstörung leidet. Um endlich weniger von Zwangsvorstellungen beseelt zu sein, und sich zum Beispiel spontaner zu geben, entwickelt sie ein Multiple Choice-Spiel um ihre Zukunft dem Zufall zu überlassen. Hierbei gibt sie sich immer 4 Verhaltensmöglichkeiten (eine normale,eine bescheuerte, eine gemeine und eine selbstlose) vor, und zieht dann aus einem Säckchen einen von vier Scrabblebuchstaben, um zu sehen,was sie denn nun machen soll.

Die Geschichte konnte mich nicht wirklich fesseln, und weist zuviele Friede, Freude, Eierkuchenszenen am Schluß hin auf.
21.07.2012 18:47 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Jetzt läuft es lesetechnisch wieder besser - seit Samstag drei Bücher gelesen.

Prinz Neumann oder andere Kinder heißen wie ihr Vater - Jutta Richter (Beltz und Gelberg)

Prinz Neumann, Sohn des armen König Schröders, muss damit zurechtkommen, dass seine Mutter Viktoria Neumann die gemeinsame Familie verlassen gehabt hatte, da sie nicht mehr mit seinem Vater zusammen leben konnte/wollte. Als er dann noch in der Schule von einem anderem Klassenkameraden deswegen verspottet worden ist, wird er wütend und schubst diesen Aufrührer von seinem Podest, wobei dieser sich im Fall am Bein verletzt. Aber anstatt unterstützender Bekundungen seiner anderen Schulkollegen,seiner Lehrerin oder seines Vaters, der nun selbst wütend ist, da er sich bei dem Vater des anderen Jungen hat um Entschuldigung beten müssen, die jener aber aufgebracht ablehnt (doppelter Affront für den Vater), kriegt er nur Vorhaltungen darüber zu hören, dass man andere Menschen nicht angreift und verletzt (miese Schlägertype der!). Als er in der ersten Sturmnacht des Winteranfangs damit beginnt die geliebte Kronensammlung seines Vaters zu putzen, um sich so von seiner Angst zu beruhigen, wird er von seinen Vater dabei gesehen und zur Strafe ins Bett geschickt. Diese Ungerechtigkeit war aber für den Prinzen eine zuviel, und so entscheidet er sich mitten in der Sturmnacht noch von zuhause fort zu gehen.

Von den diesmonatigen Büchern war dieses Werk jenes,welches ich am liebsten gelesen habe - gefolgt vom Gasmann Freude , da Richter doch sehr schöne Charakterbeschreibungen in gelungenen Geschichten einzufangen vermag.

Die Nashörner - Eugene Ionesco (Fischer Klassik)

Ein Theaterstück bezüglich einer Stadt, in denen sich die Menschen nach und nach in Nashörner verwandeln.

Keine Ahnung, was ich von dieser Geschichte halten soll. Einerseits gefällt mir der Gedanke der hinter diesem Stück steht, und ich hätte gerne mehr von der Geschichte der Stadt und den Beweggründen der Nashornmutanten erfahren, andererseits ist die Geschichte ziemlich kurz, wie abendfüllend das Werk im Theater sein wird, kann ich mir gar nicht erst vorstellen verwirrt , und das erste der Kapitel ist mir zuviel mit Wiederholungen und Durcheinandergerede, dass keines ist, vollbepackt.

Liebe gibt's nicht - Kristina Dunker (Beltz und Gelberg)

Sabine hat einen Freund mit dem sie nicht zusammen sein will, da er mehr als aufdringlich ist, und ihr mit seinen Psychoterrormethoden seinen Willen aufzwingen möchte, sie hat aber auch nicht die Kraft sich von ihm zu trennen, denn ' er liebt sie ja' unglücklich böse . Inga, ihre neue Freundin, wechselt ihre Beziehungen fast schon so oft wie ihre Haarfarbe, und kann nicht verstehen wie sich Sabine so an einer Person klammern kann mit der sie nicht zusammen sein möchte.

Dieses Buch wird abwechselnd in den Gedankenmonologen der beiden Hauptprotagonisten (Inga und Sabine) erzählt, in der sie oft ihr Unverständnis bezüglich der Haltung ihrer jeweiligen Freundin wiedergeben.

Auch dieses Buch lässt mich eher zwiegespalten zurück, da mir die Geschichte ziemlich offen und kurz vorkommt.
26.07.2012 23:35 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Und noch drei Bücher für diesen Monat hinter mir:

Zu "Der Junge mit den Blinklichtmasern" von John Antrobus und dem von Gero von Randow herausgegebenen Werk "Der Hundertste Affe" halte ich mich jetzt mal ganz kurz.

Im ersteren geht es um den Jungen Ronnie, der eines morgens mit Blinklichtmasern aufsteht. Da seine Mutter diese Tatsache nicht glauben möchte, steigt sie in den Fahrstuhl, um zu ihren Jungen hochzufahren, und ihm links und rechts eine zu scheuern. Da der Fahrstuhl aber nicht anhält, fliegt er immer weiter in der Höhe bis er die Erde in ihrem Orbit umrundet. Ronnie muss also alleine nur mit einem weit über das Gesicht heruntergezogenen Gesicht zum Arzt gehen, wo ihn neben den beiden Ärzten schon ein russischer Spion erwartet, der ihm nach dem Arzttermin auffischt (im wahrsten Sinne des Wortes) und ihn dann nach Moskau weitertransportieren lässt. ...

Da die Geschichte hauptsächlich aus einandergereihten Witzen besteht, lässt mich die Kindergeschichte selbst eher unbefriedigt zurück.

Im zweiteren werden Beiträge aus dem "Skeptical Inquirer" wiedergegeben, die einem Leser dieses Werkes die Lehre und die Anwendung des Skeptizismusses besser erläutern soll, so etwa die Überprüfung der Quellen, der mathematischen Wahrscheinlichkeiten und/oder der Aussagen selbst.

Ein gelungenes Buch, welches sich gerne der parawissenschaftliche Erklärungsmuster annimmt, um zu zeigen was pseudowissenschaftliche bis scharlatanerische Erklärungen von eigentlicher Wissenschaft unterscheidet.


Rosa Riedl Schutzgespenst - Christine Nöstlinger (Jugend und Volk)

Noch ein gelesenes Nöstlingerbuch für meine Sammlung (mein Viertes), und noch ein Buch von ihr, dass mir nicht gefällt.

Rosa Riedl war zur Zeit des Dritten Reiches in Österreich Hausmeisterin und Bedienung und nebenbei (zumindest) Sympathisantin der Sozialistischen Partei. Als die SA den jüdischen Händler Fischl wieder zur Minna macht, weil die Sozialisten, um ihre Präsenz vor Ort zu zeigen, ihr Zeichen vor seinem Laden auf der Straße gemalt haben, und die umstehenden Leute sich nicht zu schade waren, sich nicht für den Fischl einzusetzen, wurde die Riedl wütend und ist auf die Straße gelaufen um gegen das Unrecht zu protestieren. Leider wird sie dann ja von der Straßenbahn überfahren. Jahrzehnte später wohnen die Kinder Nasti (Anastasia) und Tina nun in der Straße in der die Rosa gewohnt hatte, und treffen sich wenn es geht auf Tinas Seite des Innenhofs um miteinander zu spielen. Im Gegensatz zur Tina ist die Nasti aber ein arg bang Kind, und so geraten die Nasti und die Tina immer wieder aneinander, weil sich Tina gerne über ängstliche Kinder lustig macht, und deswegen nicht von der Nasti die Wahrheit bezüglich ihrer Angst in einer Situation erfährt, und daher einfach mal annimmt, dass sich die Nasti für etwas besseres hält. Eines Tages lernt die Nasti aber die verstorbene Rosa Riedl, die als Geist ihres Wohnhauses auf dem Dachboden lebt, kennen, und fängt an ihre Ängste zu überwinden. ...


Keine Ahnung wieso genau, aber auch diese Geschichte von der Nöstlinger gefällt mir nicht, obwohl die Geschicht einige gute Ansätze aufweist. So etwa der Versuch für mehr Gerechtigkeit im Klassenverband zu sorgen (Prüfungen erst nach Anmeldung) und der daraus resultierenden Spaltung der Klasse selbst, oder die Fähigkeit der Nasti sich problemlos mittels ihrer Worte zu wehren, als ihre Mutter ihr vorwirft, dass sie eine hundsgemeine Lügnerin als Tochter großgezogen habe. Ja so etwas gefällt dem Tiguti Freude . Aber wenn die Rosa eine Situaton nurmehr mit Gewalt lösen kann, weil sie der Frau das ganze Brot in den Mund stopft, nachdem diese Frau selbst die ganze Zeit ihren Jungen mit Gewalt dazu bewegen wollte, dieses Brot zu essen, ... nein nein, es ist eine vollkommen falsche Lektion für den Leser, dass der Zweck die Mittel heiligt. Und auch sonstwie vermisse ich in einigen Szenen den sprachlichen Respekt gegenüber ihren Handlungsfiguren. Nun ich kann es nicht wirklich gut erklären, wo und wann genau, aber es gibt immer wieder Stellen im Text, in dem die geschilderte Szene mehr wie ein Lächerlichmachen über die Person als über die Situation selbst klingt, und dass ist mir einfach zuwider.

... da ich gleich zur Arbeit muss, höre ich hier mal auf.

@ monty

Nicht böse sein, aber die Verlinkung zu deiner englischen Buchausgabe wirkt irgendwie unangemessen, da man nicht wirklich etwas über das Buch selbst erfährt, wenn man die drei folgende Aspekte (es gibt eine englische Version davon / im Original gibt es österreichischen Dialekt / das Buch gefällt dir) ausser acht lässt. Schreib am besten eine neue Rezension dazu, dann können die anderen hier gleich mal besser entscheiden, ob sie dieses Buch lesen wollen.
30.07.2012 12:06 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Sechs Bücher in 13 Tagen gelesen cool

Zuletzt jetzt:

Kenny und der Drache - Tony DiTerlizzi (cbj)

Kenny Kaninchen, ein kluges, dauernd lesendes, aber freundarmes Kaninchen hört von seinem Vater, dass sie alle in Gefahr schweben, weil auf der zu ihrem Land gehörenden Wiese ein Drache aufgetaucht ist. Neugierig geworden fährt Kenny zum Drachen hin, um ihn sich näher betrachten zu können. Doch das Verhalten des Drachens ihm gegenüber entspricht nicht ganz der Drachenbeschreibung aus dem vom König herausgegebenen Tierführer. Auch Willi Waschbär bleibt der neue Einwohner der Stadt nicht unbemerkt, und so wird schnell die ganze Stadt informiert und mobilisiert, um gegen die unmittelbar aufgetauchte Gefahr sich zu wehren. Kennys Freund, der Buchhändler Georg erhält den Auftrag, einmal mehr in seinem langen Leben gegen die Drachenbrut anzutreten, um Schaden von Land und Leute abzuwehren.
Wird die Gefahr gebannt werden können, oder müssen doch ALLE! sterben? Und welche Rolle wird Kenny spielen? Wird er etwa seinen Freund ins Verderben laufen lassen, oder ihm noch rechtzeitig über seine eigenen Beobachtungen informieren können ? großes Grinsen Augen rollen Augenzwinkern großes Grinsen

Ein Kinderbuch über Freundschaft, dass man gerne für zwischendurch liest. So soll dem Leser zum Beispiel die Erkenntnis näher gebracht werden, dass man nicht so sehr aus Büchern, als aus Erfahrung lernen kann/soll. Das Paradoxe dabei: Es steht ja in einem Buch geschrieben. Augenzwinkern
13.08.2012 09:46 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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In diesem Monat noch nichts wirklich gutes gelesen. Zuletzt jetzt gerade:

Dann eben mit Gewalt - Jan de Zanger (Beltz und Gelberg)

In einer niederländischen Schule tauchen fremdenfeindliche Schmierereien an der Wand auf, alle farbigen Schüler bekommen ein und den gleichen Drohbrief zugesteckt und nicht lang darauf werden mit, Sandra Noya und Oktay, zwei von ihnen auch noch zusammengeschlagen. Als Sandra sich wegen dieser Ausgrenzung in ihrer Beziehung zu ihrem Freund Lex mehr Distanz hereinbringt, versucht Lex die Übeltäter ausfindig zu machen, um es ihnen mit gleicher Münze heimzuzahlen. Aber ist der einzige Verdächtige, den er hat, auch wirklich einer dieser Schläger, oder trügt ihm sein Gefühl.

Das Buch hatte zwar ein paar spannende Stellen, aber weißt doch eine Menge Unglaublichkeiten auf. Angefangen von Lex dem Frauenheld, dem gleich zwei Schwestern hinterherlaufen, über eine regelrechte Zusammenarbeitsfreudigkeit unter den Schülern (73 Fremdenfeindis vs. um die 300 Farbige), die irgendwie keinem aufzufallen scheinen mag, bis hin zur Erklärung, dass sie keine Gewalt verwenden wollen, es sei denn aus Notwehr, um dann die andere Gruppe mit einem Plan auffliegen zu lassen, der gerade dazu schreit, dass er in eine Auseinandersetzung mit Gewaltfolge enden wird. Augen rollen
16.09.2012 01:28 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
Harada Shino Harada Shino ist männlich
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»Die Flickschneiderin« von Maryanne Becker

Das ist ein Roman über eine verbotene Liebe an der deutsch-belgischen Grenze.
10.10.2012 12:13 Harada Shino ist offline E-Mail an Harada Shino senden Beiträge von Harada Shino suchen Nehmen Sie Harada Shino in Ihre Freundesliste auf
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Zuletzt gelesen:

Ben liebt Anna - Peter Härtling (Beltz & Gelberg)

Ben bekommt eine neue Klassenkameradin: Anna Mitschek. Annas Familie ist frisch aus Polen eingewandert, da sie gerne ihr Leben in ihrer deutschen Heimat verbringen wollen. Hier angekommen müssen sie aber erst einmal die Zurückweisung der Gesellschaft ertragen, weil sie hierzulande als Polen angesehen werden. So versucht der Vater in der Anfangszeit vergeblich eine Arbeitsstelle zu erhalten. Anna hingegen wird von ihren Klassenkameraden geschnitten, weil sie der Ansicht sind, dass dieses Mädchen sich nicht darum bemüht ein Teil von ihnen zu werden. Auch Ben findet dies, vielmehr kann er ihr demonstratives Alleinsein nicht ertragen, so dass er seine Wut dadurch freien Lauf läßt, indem er ihr mit voller Wucht einen Tennisball gegen ihren Körper schleudert. Er merkt aber sogleich, dass er damit zuweit gegangen ist, und möchte nun sich entschuldigen, worauf er sich langsam aber sicher immer mehr in Anna verliebt. Aber kann aus dieser Empfindung heraus eine dauerhate Beziehung entstehen. Und wie kann er sein soziales Leben aufrecht erhalten, wenn er ab jetzt jeden dafür verdächtig hält gegen ihn eingestellt zu sein - wobei Anna hierbei keine Ausnahme darstellt.

Dieses Buch erzählt mit klaren Worten und aus der Sicht vom Grundschüler Ben, wie sich für Kinder der Zustand der Liebe anfühlen kann.
Das Buch muss man nicht kennen.
12.10.2012 02:46 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Gerade zuende gelesen:

Kleiner König Kalle Wirsch - Tilde Michels (dtv junior)

Zoppo Trump fordert in diesem Kinderbuch den Erdmännchenkönig Kalle Wirsch zum Kampf um die Königswürde heraus, der in der Wiwogitrumuburg stattfinden soll. Doch, oh nein, der Zoppo will ja gar nicht gegen den König antreten, denn dann könnte man ja riskieren, dass man, so schmächtig wie man selber ist, den Kampf vielleicht gar nicht gewinnt - vielmehr ist sein einziges Ziel ja selber König zu werden. Um also zu bewerkstelligen, dass er kampflos zum König erklärt wird, hat er ein Komplott mit seinen Spießgesellen geschmiedet dem Kalle soviele Steine in den Weg zu legen wie es nur geht, angefangen damit, dass man ihm zum Gartenzwerg macht. Doch Kalle, der von seinem Volk allein zurückgelassen wurde und sich ständig neuer Anschläge von Zoppos Handlangern gefallen lassen muß, braucht diese Gefahren nicht alleine zu meistern, da ihm die beiden Menschenkinder Max und Jenny, sowie ein getreuer Freund aus dem Hintergrund, stets helfend zur Seite stehen.


Es ist ein nettes Kinderbuch, dessen Geschichte für sich genommen ja ziemlich gelungen ist, aber, da es sich nun einmal um ein Kinderbuch handelt, eben viel zu einfach geschrieben ist d. h. keine seitenlangen Ausschmückungen der Situationen, um dem Leser die Geschichte sehr viel intensiver näher zu bringen, keine sinnigen Erklärungen, warum der Kalle, so intelligent wie er ist, sich die zeitraubende Auseinandersetzung mit den Kindern in Kauf nimmt, und viel zu einfache Lösungen von Herausforderungen.

Und nachdem ich es nun ausgelesen habe frage ich mich, ob es einen Nachfolgeband zu der Geschichte gibt, da nach dem Geschehnis mit dem Fährmann dort erwähnt wird, dass der Fährmann später noch mithilfe durch den König Kalle Wirsch erlöst werden wird. Von der Erlösung habe ich danach aber nichts mehr in diesem Buch gelesen, oder habe ich die entsprechende Textpassage nur nicht wahrgenommen ? verwirrt

Also dieses Buch nicht gelesen zu haben, ist kein Verlust, aber wenn man sowieso ein paar Mußestunden zuviel über hat, kann man sie auch problemlos damit vertreiben.
26.10.2012 21:59 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Diesen Monat komm ich kaum vorwärts mit Lesen, denn der Monat ist schon zu zwei Drittel um, und trotz allem bin ich erst beim vierten Buch angelangt.

Am Samstag jedenfalls nach anderthalb Wochen Lesezeit bin ich dann mit dem nur 150 Seiten starken

Krücke - Peter Härtling (Beltz & Gelberg)

fertig geworden.

Das Herausfordernde an diesem Buch ist nicht, dass es so geschrieben ist, dass Erwachsene, wenn sie ihren Kindern dieses Buch vorlesen, die Möglichkeit erhalten ihnen den Hintergrund der Geschichte so zu erzählen, wie sie es für die Reife des Kindes für gerechtfertigt halten, wobei die Generation, deren Geschichte es betrifft heute schon ziemlich uralt ist. Damit meine ich, dass es obwohl es ein Kinderbuch ist, mit denen ich mich ja meist sowieso etwas schwer abfinde und mir weniger gefällig sind, ich der Gattung gemäß es schneller hätte durchlesen können. Auch einen schlechte Schreibstil kann man diesem Werk nicht vorhalten. Vielmehr ist es die viel zu schnell vertraut werdende Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten bei gleichbleibend wenig ereignisreichen Ablauf in der Geschichte selbst, d.h. die Geschichte reißt einen trotz des interessanten Hintergrundes der Geschichte einfach nicht mit. Dieses Kriterium muss für ein Buch nicht schlecht sein (sogar eines meiner Lieblingsbücher "Betty und ihre Schwestern" weist dieses Grundmuster auf), doch bei diesem Werk wirkte es für mich einfach als Bremsklotz. In Verbindung mit dem nicht gerade enthusiastisch handelnden Figuren wird mein Interesse für eine solche Geschichte eben nicht als Alleinleser (Vorlesen und Diskutieren !!! ist angesagt) gefördert.

Jedenfalls lässt sich die Handlung ja schnell zusammenfassen:
Tom verliert seine Mutter auf der Flucht vor der nahenden Kriegsfront, seine Zweitanlaufstelle, seine Tante Wanda in Wien, erweist sich als verstorben, und seine Notunterkunft muss er verlassen, um zu verhindern, dass ihn die Polizei festnimmt und in ein Heim steckt. Dann trifft er auf den Kriegsversehrten Krücke, der ihn bei sich und seiner jüdischen Freundin Bronka, die sich um KZ- und Fremdarbeiterkinder ohne Eltern "beruflich" kümmert, aufnimmt. Als in nächster Zeit keine Auffindmeldung der Mutter vom Rotkreuzsuchdienst ankommt, geht Thomas mit Krücke mit als er Richtung Deutschland aufbricht. ...

Positiv zu dieser Geschicht kann man noch anmerken, wie authentisch die Gefühle und das Verhalten der Charaktere in der Geschichte wiedergegeben worden ist, mal abgesehen von der Tatsache, dass sich Krücke und Tom viel zu schnell anfreunden.
19.11.2012 10:14 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Jim Knopf und die Wilde 13 - Michael Ende ( Thienemann Verlag)

Der zweite und letzte Band der Jim Knopfreihe löst die offengebliebenen Fragen aus dem ersten Band auf. Daher erst einmal ein kleiner Abriß aus dem Anfangswerk :

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer - Michael Ende (Thienemann Verlag )

Die vier Bewohner, des nahe an der Überbevölkerung stehendem Inselstaats Lummerland, erhalten ein Paket zugestellt, dass an sich nicht für sie bestimmt gewesen ist, und finden darin nach dem Öffnen ein kleines männliches dunkelhäutiges Kind. Sie belügen daraufhin dem Zusteller, und sorgen selber für die Erziehung des Kleinen, den sie Jim Knopf genannt haben. Da Jim heranwächst und der König die daraus resultierende Gefahr erkennt, dass Jim sich ein eigenes Haus wünschen könnte, ersucht er Lukas, dem Lokomotivführer des Landes, darüber nachzudenken ob er seine Lokomotive Emma abschafft. Ein echter Lokomotivführer verzichtet aber nicht auf sein Fahrzeug. Um jedoch nicht dem Glück von Jim im Wege zu stehen, verlässt er mit Emma, die er als Boot umgebaut hat, das Land und versucht irgendwoanders in der Welt sein Glück zu machen. Sein Freund Jim Knopf begleitet ihn dabei.
Einige Zeit später landen sie dann in Mandala, wo sie dem dortigen Herrscher anbieten seine Tochter aus der Hand eines Drachens zu befreien, der erstaunlicherweise genau in der gleichen Gegend wohnt, in die das Paket mit Jim geschickt werden sollte. Ist also der Drache ein Elter von Jim?

Soweit also die Grundlage aus dem ersten Band, aber hier geht es ja um den zweiten Band.

Nachdem der Drache besiegt worden ist, und die von ihm gefangen gehaltenen Kindern befreit worden sind, leben Jim und Lukas nun auf dem vereinigten Inselstaat Lummerland und Neulummerland, da sie am Ende des ersten Bandes eine freischwimmende Insel auf dem Meer eingefangen haben, und an ihrer bisherigen Heimat Lummerland befestigten. Da sich der Schiffsverkehr um die größer gewordene Insel herum durch die aufgenommenen diplomatischen Beziehungen zu Mandala zugenommen hat, wird nun eine Lösung der Leuchtturmherausforderung ( Man braucht einen großen Leuchtturm, der so wenig Platz wie möglich auf der immer noch sehr kleinen Insel wegnimmt. ) gesucht, die mit der Anwerbung von Herrn Turtur zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gebracht werden soll. Auf dem Weg zu ihm müssen sie nebenbei noch das Meeresleuchten reparieren, und das Leben von Nepomuk retten, dem ein Ende als Drachenhäppchen droht.

Nach diesen ganzen Ereignissen ist mehr als die Hälfte des Buches schon einmal gelesen, ohne daß großartig etwas über die Wilde 13 - ja die aus dem Buchtitel - berichtet worden ist.

In der zweiten Hälfte brechen also Jim, Lukas und ein paar kräftige mandalanische Matrosen auf, um die Piraten der Wilden 13 gefangen zu nehmen, um danach endlich hinter dem Geheimnis von Jims Herkunft zu kommen. Dieser Gegner erweist sich aber als zu stark für diese Gemeinschaft. ...

Fazit: Diese beiden Kinderbücher haben zwar ziemlich schöne fantastische Einfälle, lassen aber für meinen Geschmack zu viele wichtige Hintergründe aus der Realität ausser acht und fördern damit eine falsche veraltete teilweise auch kriminelle Sichtweise auf die Welt, leider.
10.03.2013 11:51 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Ich freu mich, dass der alte Thread immer noch Verwendung findet Klatschen 2

Mein Leseverhalten hat sich nicht verändert - naja schon, ich les nicht mehr 4 Bücher im Monat sondern etwas weniger ;-)

Aktuell mache ich grad eine kleine "Das Lied von Eis und Feuer"- Pause, nachdem ich die Bände wirklich schnell verputzt habe. Ehe ich mir nun Band 10 zu Gemüte führe, brauche ich eine heitere Verschnaufpause. Dann Wiederhole ich nochmals Band 8 und 9.

__________________
Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.

(unbekannt)

12.03.2013 21:15 smilla ist offline E-Mail an smilla senden Beiträge von smilla suchen Nehmen Sie smilla in Ihre Freundesliste auf
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Nimmerklug in Sonnenstadt - Nikolai Nossow (Der Kinderbuchverlag Berlin)

Dieses ist der zweite Band bezüglich Nimmerklugs Abenteuer - den ersten Band "Nimmerklug im Knirpsenland" habe ich ja im Gegensatz zu diesem Buch nicht so toll gefunden, weil der erzieherische Teil des ersten Buches ja noch zu plump dargestellt geworden ist. Bei diesem Band sind die positiven Aspekte, die man lernen soll, schön beispielhaft herausgearbeitet. Wenn auch ich nicht alle Ansichten innerhalb des Buches teile -so etwa die negative Beurteilung des neuen Theaters oder der modischen Eitelkeiten in einer sozialistischen Utopie, so kann man es für eine gelungene Geschichte halten. Inwieweit Kindern aber die andauernde, halbwegs aneinandergereihte Vorstellung von technischen Errungenschaften zur Verbesserung des Lebensstandard in der Arbeitswelt zusagen könnte, bleibt für mich eine Frage.

Aber worum geht es in dem Buch nun überhaupt ?

Also ganz kurz geschrieben, geht es in dem Buch einfach darum ...
..., wie Nimmerklug es schafft in den Besitz eines Zauberstabes zu gelangen
..., und wie er sich mit seinen beiden Freunden Pünktchen und Buntfleck auf dem teils gefahrvollen Weg in dei Welt aufmachen
... sowie um ihre Ankunft und Erlebnisse in dem idyllischen Ort Sonnenstadt.
Weiterhin erfahren wir, wie die verderblichen magieunterfütterten Einflüsse von Nimmerklug den Ort zu seinem Nachteil verändern, bevor sich die drei Reisenden dann ihrer Verantwortung gegenüber der von ihnen verursachten Misere bewusst werden, und daraufhin versuchen die Situation wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen.
Zuguterletzt wird noch berichtet wie Nimmerklug seinen Zauberstab wieder einbüßt, und wie die drei danach es doch noch nach Hause schaffen.
17.04.2013 21:07 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Das Geheimnis der weißen Raben - Wolfgang Ecke ( Ravensburger Taschenbücher )

Detektiv Perry Clifton muß in seinem dritten großen Fall herausfinden, wer sich hinter dem Spuk auf Schloß Catmoor verantwortlich zeichnet.

Sein Chef Sir Adam Walker bittet ihn, für einen Freund von ihm - Sir Douglas Everbridge, nachzuprüfen, wer dessen zahlenden Gäste aus dem Museum/Schloßhotel mittels Spukerscheinungen wie 'mitternächtliche' Geräusche vergraulen möchte. Im anfänglichen Glauben, daß nur sein Auftraggeber, sein Chef und er von dieser Überprüfung wissen, nimmt er seinen Assistenten/Nachbarsjungen Dicki Miller, der zufällig sowieso bald Sommerferien bekommen wird, als Tarnung mit auf das Schloß, wo sie sich als Onkel und Neffe ausgeben. Da aber die Übeltäter von Anfang an Bescheid wissen, durchleben die beiden eine härtere Ausführung des Spukes als die normalen Gäste vor ihnen. Aber klarerweise halten Perry und Dicki bis zur Auflösung des Falles durch.

Fazit: Da hier in diesem Kinderkrimi nur wenige Personen auftauchen, ist es ziemlich leicht zu wissen, wer die Täter in dieser Geschichte sind. Der Miträtselfaktor ist also eher gering, und damit ist die Lektüre nur noch eher durchschnittlich spannend.
18.08.2013 07:44 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Der höfliche Harald - Sibylle Lewitscharoff ( Berliner Taschenbuch Verlag )

In diesem fantastischen Abenteuerroman wird die Geschichte des jungen Haralds erzählt, der von seiner Mutter vor die Tür gesetzt wird mit der Ermahnung sich erst wieder bei ihr blicken zu lassen, wenn er ein Held mit dazugehöriger Frau - schließlich bekommt der Held am Ende immer das Mädel - geworden sein werden wird. Also geht er erst einmal zaghaft von dannen, um zu sehen, was sich machen läßt.
Am Hafen von Zwirnegg angekommen, trifft er Kapitän Drago, der ihm als Schiffsjungen und Unterhalter seines Mäusetrios, den Sidonieschwestern, mit auf seinem Kahn nimmt. Da die Fahrt anfangs hin noch ziemlich unspektakulär ist, bereitet es ihm auch keine Probleme sich in das neue Leben an Bord einzugewöhnen, besonders da der Kapitän nicht gerade mit Lob geizt.
Aber hey, gemächliches Dahinschippern auf einen Kahn läßt noch keinem zum Helden werden, ergo schippert Drago auch nicht die Touristenstrecke entlang, sondern durchfährt auf seiner Reise nach Isola Muris erst einmal die große Gardine. Ein gefährlicher Weg, da sich dahinter ein Strudel befindet, der alles auf den Grund des Ozeans herunterträgt. ...

Fazit: Am Anfang ein tolles Buch, dessen einzelne Abenteuer leider nur etwas kurz in der Erzählung sind, endet diese Geschichte im Kampf des Helden gegen seine eigene Geschichte. Aber leider holpert damit auch das Ende für mich dahin.

Wer dies mag sollte auch, oder besser, diese Bücher sich zu Gemüte ziehen:
Eine wilde Reise durch die Nacht - Walter Moers
Die unendliche Geschichte - Michael Ende
16.11.2013 03:04 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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Die Brüder Löwenherz - Astrid Lindgren ( Verlag Friedrich Oetinger )

Karl Löwe, genannt Krümel, der jüngste in der Löwefamilie, ist in seiner materiell wenig begüterten Familie, das Kind, das am meisten Zuneigung braucht. Denn er ist durch seine tödliche Krankheit, die mit häufigen Hustenanfällen und Dauermüdigkeit daherkommt, am Haus gebunden. Im Schatten seines allseits beliebten Bruders, der wie ein Prinz aussieht, daher auch der Beiname Löwenherz, und gleichzeitig erzähltechnisch sehr begabt ist, kommt er sich klein, häßlich und wenig liebenswert vor. Doch sein Bruder Jonathan liegt viel an seinem kleinen Bruder, und so tröstet er ihn über seine Trauer bezüglich seines nahen Todes hinweg, indem er ihm vom Leben in Nangijala berichtet. Denn die Seelen der Verstorbenen wandern nach dem Tode auf einen weit entfernten Planeten namens Nangijala, dem Land der Sagen und Märchen und Abenteuer. Wo schon ein Häuschen für sie bereitsteht, und auch sonst alles, was sie sich zu irdischen Lebzeiten doch so sehr gewünscht haben, ihnen dort schon im Vorhinein erfüllt ist, wie beispielsweise Gesundheit und Schönheit.

Und so dauert es nicht lange bis die Brüder Löwe(nherz), kurz nacheinander, zusammen in Nangijala ankommen, um anfangs ein erquicktes leichtes Leben zu führen, welches aber dann mehr und mehr durch die Gefahr eines tyrannischen Herrschers namens Tengil und seinem Schoßdrachen Katla bedroht werden.

In diesem Buch geht es darum, wie gute Werte, etwa Selbstliebe und Mut, aus der Liebe zu einem geliebten Menschen, entstehen.

Was mich an diesem Buch stört: Die beiden Löwenherze kommen nach ihrem Tode beide ins Paradies, wo sie ohne Vorbedingung gleich einmal fast ihren gesamten Lebensunterhalt in bester Qualität geschenkt bekommen, sprich ihre Wünsche werden ja alle erfüllt. Und sobald sie in Nangijala sterben, wandern ihre Seelen gleich in die nächste utopische Traumwelt Nangilima weiter, wo sie noch weniger Fragen erwarten, da dort keine böse Sagen sich manifestieren. Wenn aber in allen anderen Welten anscheinend die guten Sachen, selbst Fertigprodukte wie Kleidung, ohne Gegenleistung (und irgendwie aus dem Nichts heraus?) ihnen so zugestanden werden, wofür müssen sie dann erst einmal ein leidvolles Leben auf der Erde führen. Und wenn sie mittels Seelenwanderung in diese Welt, und all ihre Wünsche dort gleich einmal erfüllt werden, müsste dies dann nicht auch auf die anderen Einwohner des Kirschtals zutreffen, so daß das Auftauchen eines einzelnen Verräters in dieser Welt doch als äußerst unwahrscheinlich anzusehen ist?
Weiterhin weist dieses Buch mir dann ein doch viel zu positive Darstellung der aktiven Sterbehilfe (anderer Ausdruck für Mord) auf, die man hier schon kleinen Kindern als Idee andienen will.

Alles in allem ein nettes Kinderabenteuerbuch, dessen spiritueller Aspekt (Seelenwanderung und materielle Absicherung nach dem Tod) mir als einziges negativ aufgestoßen ist.
12.06.2014 21:12 Tigu Dahome ist offline E-Mail an Tigu Dahome senden Beiträge von Tigu Dahome suchen Nehmen Sie Tigu Dahome in Ihre Freundesliste auf
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