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Zum Ende der Seite springen Elektronische Musik (Ein Einblick)
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Hoshy
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Elektronische Musik (Ein Einblick) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wo beginnt man? Elektronische Musik fängt im Grunde dort an, wo herkömmliche Instrumente mit elektronischen Mitteln erweitert oder manipuliert werden. Elektrisch ist da allerdings nicht gleich elektronisch, E-Gitarren zählen also nicht dazu. Doch da wird es schon kompliziert, denn es gibt Instrumente aus diesem Bereich der Musik, die zwar Formen der elektronisch verzerrten Töne von sich geben, aber über keinerlei Elektronik, sprich Computerchips, Konverter, Verzerrer, Analogsequenzer oder sonstige Spielereien verfügen. Jean-Michel Jarre oder die Kraftwerker benutzten schon früh solche lustigen Kästen mit biegsamen `Antennen`, die dann diesen typischen Heulton von sich geben, der sich wie eine singende Säge anhört. Oder an elektronische Sequenzer angeschlossene Piccoloflöten… hört euch mal die erste Kraftwerkplatte an, da sind erstaunliche Dinge herauszuhören. Ok, musikalisch ist das unter aller Kanone, aber für Soundfetischisten ein echtes Erlebnis.
Solche Geräte wurden schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt und sind eher so eine Art Kuriosum, meistens hört man sie auf irgendwelchen Scheiben aus den 60er und 70er Jahren (Jarre, Tangerine Dream, Kraftwerk, Vangelis u.a.). Rein elektronische Musik, also Musik aus dem Synthesizer (analog oder digital), dem PC oder einem Sequenzer kam erst Ende der 60er Jahre auf. Zuerst nur als Begleitinstrumente machten sich einige Soundpioniere daran pure elektronische Musik zu produzieren. Da klang teilweise arg experimentell und war nur was für Kunststudenten mit Hang zum Surealismus, dennoch konnte man Dinge hören, die man so noch nicht vernommen hat. Jean-Michel Jarre`s Erstlingswerke sind bizarr Popmusiklastige Quackereien, die allerdings schon eine gewisse Tiefe erkennen lassen. Selbst fürs französische Fernsehen haute er damals schon in die Tasten, das klang jedoch dermaßen seltsam, dass man davon schnell Abstand nahm. Aber erinnert euch nur an die Filmmusik für John Carpenter`s Darkstar. Der junge Mann machte seine Musik ja auch größtenteils selber und entwickelte nach und nach einen wieder erkennbaren Stil.
Als Begleitinstrument taugte der damals noch analoge Synthi schon eine ganze Weile, am besten zu hören bei Manfred Mann`s Earthband, Pink Floyd. La Düsseldorf, Can oder The Who. Erst Mitte der 70er entwickelte sich daraus eine eigene Musikrichtung. Vangelis kam 1975 mit der Albedo 0.39 auf den Markt, eine reine Sinthiplatte mit solch schönen Stücken wie Pulstar oder Alpha, in denen es endlich richtige Melodien gab und hochinteressante Hintergrundsequenzen, die nicht wie überfahrene Frösche klangen. Vor allem verpasste Vangelis dem ganzen eine erstaunliche Klangtiefe, was die Platte insgesamt aufwertete. Ein Jahr zuvor brachte Kraftwerk das berühmte Autobahn in die Plattenläden und wurde zum Hit. Das Stück ging 22 Minuten lang und war eine Huldigung der modernen Technik, genauso wie das Gros der Werke der Düsseldorfer, allerdings trennte man sich von dieser doch recht naiven Einstellung spätestens mit der Remix Platte The Mix von 1991. Bis dahin musste allerdings noch einiges passieren.
Den großen Wurf machte jedoch erst Jean-Michel Jarre 1976 mit seinem Album Oxygene. Ein 38 minütiges Schmachtwerk, das im Grunde aus 6 zusammen hängenden Stücken besteht, eben Oxygene Part 1 bis 6, von denen Part 4 wohl am bekanntesten ist. Soundtechnisch ist die Scheibe ein Überhammer. Jarre hatte damals über 15 verschiedene analoge Keyboards und Sequenzer benutzt und ein ganzes Jahr daran gesessen. Was man da alles heraushören kann, ist immer wieder erstaunlich, da passieren Dinge im Hintergrund die man beim ersten Auflegen niemals hören würde. Eindeutig ein Werk für die Kopfhörer. Musikalisch ist es zudem weiter fortgeschritten als alles bisher da gewesene aus dieser Sparte. Es ist melodisch, einfühlsam und teilweise erstaunlich abgründig. Ein Manko ist, das es dabei auch äußerst schmalzig ist, allein Part 4 und 6 greifen richtig tief in die Emotionskiste. Aber, nichtsdestotrotz ist es immer noch eine wunderbare Klangreise.
Ein knappes Jahr später begann der Siegeszug der Sinthesizer. Disco wurde geboren und plötzlich hörte man überall elektronische Klänge. Hervorzuheben ist hierbei die einzige Platte der Gruppe Space mit dem One-Hit-Wonder Magic Fly, das damals in allen Radios rauf und runter lief und auch in den Tanzschuppen Einzug hielt. Es klang sehr nach Oxygene 4, hatte allerdings einen besseren Groove und war weitaus tanzbarer.

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Hoshy
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1978 folgten Kraftwerk mit Die Menschmaschine und Hits wie Die Roboter und Radioaktivität wurden hörbar. Ein Jahr später kopierte sich Jarre größtenteils selbst und brachte Equinoxe auf den Markt. Wieder ein zusammen hängendes Gesamtkunstwerk bestehend aus 8 Einzelstücken, wobei Part 4 und 5 besonders schön und bekannt sind. Melodisch sehr schick, allerdings soundtechnisch nichts Neues. Dennoch mag ich die Platte sehr und sie gehört heute noch zu meinen Lieblingsalben. Vangelis haute noch einen drauf und schob die Filmmusik zu Chariots of Fire nach, ein Stück wie eine Cremetorte, schwer, lecker und süß. John Carpenter drehte das ganze dann wieder um und vertonte seine filmischen Albträume mit elektronischer Finsternis. Bei Das Ende konnte man schon erahnen was auf einem zukam, aber spätestens bei The Fog wusste man, woran man war. Hier ist erstaunlicherweise festzustellen, dass sich aus den düsteren Klängen des Regisseurs von Halloween, die Klapperschlange und Das Ding einiges in die Tanzmusik der Gruftszene herüber retten konnte.
Anfang der 80er kamen immer mehr elektronische Klänge auf. Ganze Soundtracks wurden mit Keyboards eingespielt (Bladerunner z.B.) und die Popmusik wandelte auf elektronischen Pfaden. Der Elektropop war geboren und ließ solche Gruppen wie Ultravox (vormals reine Punkband), Visage, Depeche Mode oder Yazoo auf die Menschheit los. Der Synthi war nun „in“ und er wurde fast überall eingesetzt. Damals riefen die Kritiker immer wieder von der Naivität dieser Musik und verachteten sie ob ihres fehlenden Anspruchs. Ok, da war wirklich kein Anspruch, aber es klang doch schick, oder? Popmusik eben…
Interessant dabei ist auch zu beobachten, dass die größten Einflüsse für die „neue“ Musik aus Europa kamen. Depeche Mode bediente sich ganz offensichtlich bei den Kraftwerkern aus Düsseldorf oder den Einstürzenden Neubauten aus Berlin. Frankreich gebar solche musikalischen Flachhalter wie Francis Lai (Billitis) oder Richard Sanderson (Reality aus La Boum). Tangerine Dream aus Düsseldorf machten auf sich aufmerksam indem sie zu dem Tatort Das Mädchen auf der Treppe den Ambienthit „White Eagle“ beisteuerten, den sie später selbst neu auflegten und in bearbeiteter Form verkauften. Yello aus der Schweiz hatten da schon mehr zu bieten. Sie verlegten sich auf experimentelle Sounds, die jedoch durchaus klangvoll waren. Ihr erstes bekanntes Stück Bostich ging einem runter wie Öl und war durchaus tanzbar. Allerdings wurden sie erst bekannt, als die ARD für ihre Popsendung Formel Eins den Yellohit The Race verwurstete. Schnell etablierten sie sich aber in der Popszene mit Stücken wie „I love you“ oder „Vicious Games“. Spätestens mit „Oh Yeah“ wusste jeder um wen es sich handelte.
Aus der Schmalzecke ging es ganz typisch weiter. Ende der 70er, Anfang der 80er kamen pausenlos Instrumentalstücke heraus, die sich alle sehr ähnlich waren. Eine nette, kleine Melodie, Ambientlastige Hintergründe und ein eingängiger, leichter Rhythmus. Stücke wie Aurora von Nova, Magnetic Fields Part 2 von Jarre oder Africa von Peru (wobei die Gruppe Peru dieselben Leute sind wie Nova…). Vangelis mischte da auch noch ordentlich mit und das meiste davon geriet schnell in Vergessenheit.
Spannend wurde es erst ab 1981, als die ersten digitalen Keyboards entwickelt wurden. Kraftwerk, die immer ihre eigenen Instrumente bastelten, versuchten es mit Computerwelt, die auch ganz gut ankam und schon ein wenig kritischer mit der Wunderwelt der Technik umging. Der Klang war jedoch recht hohl und irgendwie piepsig, was nicht für jedermann was war. Musikalisch war es aber schon interessant. Im selben Jahr erschien das Album Magnetic Fields von Jean-Michel Jarre und das hatte trotz Digisound eine gewisse Soundtiefe. Zudem spielte Jarre schon mit einigen Samples herum, was auch sehr schick rüberkam. Das entwickelte sich dann bis Mitte der 80er weiter zu den schon berüchtigten Synthpianos, in die man Sounds direkt einspeisen konnte. So spielten dann einige Musiker mit digitalisierten Geräuschen herum wie Fröschequaken (..!..), Wasserblubbern oder selbst eingesprochene Töne. Jarre machte daraus 1984 eine ganze Platte und nannte sie Zoolook. Dort findet man unter anderem auch Stücke aus seinem Album Musik for Supermarkets, das er nur einmal auf Platte pressen ließ und meistbietend verkaufte, nachdem er das Masterband vernichtet hatte. Ich habe hier einige Ausschnitte in sehr übler Aufnahmequalität liegen, und im Grunde hat Jarre fast alles davon in die Zoolook gepackt. Die Stücke Zoolook und Zoolookologie sind dabei wirklich spaßig und hörenswert. Der Rest ist eher gewöhnungsbedürftig aber ein schönes Zeitzeugnis.

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Hoshy
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1986 kamen Kraftwerk hinterher und boingten die Welt mit ihrer Electric Cafè voll. Eine leicht debile Scheibe mit ein, zwei großartigen Stücken (Electric Cafè und Boing Bumm Tschakk). Zudem Zeitpunkt wurde Kraftwerk von der Entwicklung jedoch schon überholt und die Sounds der Popmusik hatten weitaus mehr zu bieten als die Düsseldorfer, wobei der künstlerische Anspruch bei Kraftwerk wesentlich höher zu schätzen ist.
Ab 1984 entwickelte sich aus dem Discotrend der 70er und dem einfachen Melodienstil der frühen 80er eine eigene kleine Richtung. Der Dancefloorpop tauchte plötzlich auf und die Leute tanzten nach Bands wie Laserdance, Rofo oder Hypnosis. Treibende Beats und stakkatohafte Sequenzen, übertönt von eingängigen Melodien eroberten die Tanzbretter und das hielt bis Ende der 80er an. Direkt daraus und beeinflusst von vielen anderen Stilen, wie dem Breakdance oder eben den Sounds von Kraftwerk, Yello und Jarre entstanden weitere seltsam erscheinende Musikrichtungen. In der Gruftszene bediente man sich immer mehr den elektronischen Mitteln und die Electronic Body Music entstand. Das ist so eine Art früher Techno, nur nicht ganz so hektisch und eher düster angehaucht. Bands wie Front 242, A Split Second oder Frontline Assembly gingen daraus hervor und einige der Stücke gelten heute als moderne Klassiker in der Szene (Headhunter von Front 242 z.B.). Wobei sich E.B.M. seltsamerweise erstmal nur in Belgien, Holland und Deutschland verbreitete. Ausnahme sind da Bill Leeb und Rhys Fulber aus Kanada, die für Frontline Assembly verantwortlich zeichnen (ja, die gibt’s heute noch).
Auf der anderen Seite entstand dann der Partypeoplesound des Techno. Stampfende Rythmen, irrsinnige Sequenzen und banale Melodieversatzstücke und schon ging`s los. Das war dermaßen stumpf, das man dazu eigentlich nur völlig hyperaktiv tanzen konnte. Soundtechnisch war das teilweise sogar recht interessant, aber es blieb erstmal extrem flach und konnte außer einigen netten Soundtrips nicht viel bieten. Spätestens nach zweimal anhören konnte man jedes Stück vergessen. Wegwerfmusik sozusagen. Und schon waren wir in den 90ern und aus 80erPop und Techno entwickelte sich der Eurobeat. Ich erinnere mich noch mit Grausen an Rythm is a dancer, Mr. Vain oder solche Granaten wie Blümchen oder Das Modul. Von Scooter fange ich gar nicht erst an…
Nebenbei blieben sich die Pioniere treu und bastelten munter an Altbewehrtem herum. Kraftwerk kam 1991 mit The Mix zurück und der Franzose Jarre brachte alle 2 bis 3 Jahre etwas Neues in die Plattenläden, wobei er 1990 mit Waiting for Cousteau endlich mal vom 6 bis 8 Titelalbum abweichte und mit dem Titelstück eine 46 Minuten lange Meditationsmusik unters Volk brachte. Zudem erstaunte er das weltweite Publikum seit 1986 immer wieder mit bombastischen Live-Auftritten, bei denen ganze Skylines als Projektionsflächen dienen mussten und für einige Millionen Dollar Feuerwerk gesprengt wurden. Das Konzert in Houston kam dann auch mit über 3 Millionen Zuschauern gleich ins Guinessbuch der Rekorde. Kraftwerk ließen es da eher ruhig angehen und blieben bei kleinen, minimalen Auftritten, bei denen teilweise nicht mal sie selber auf der Bühne standen, sondern Roboter mit den Gesichtern der Bandmitglieder. Irgendwie auch spaßig…
Drumherum entwickelten sich immer mehr Stile aus der Elektronic und mitunter kam es wieder häufiger zu Vermischungen. Die Band Delerium sprang von ihrem experimentellen Ambient-EBM- auf den extrem düsteren, Soundtracklastigen Klangweltenzug oder bedienten sich den Einflüssen des Techo mit ihrem Intermix Projekt. Für beides zeichnen Bill Leeb und Rhys Fulber verantwortlich. In eine ähnliche Richtung entwickelten sich Künstler wie Ex-Yello Carlos Pèron oder AMX 40, beide aus der Schweiz. Wobei Pèron irgendwann auf der Fetischwelle herumritt bis es wehtat. Aus der düsteren Ecke kam immer mehr hervor und Bands wie Die Form aus Frankreich verpassten dem Untergrund ihren Stempel. Spätestens als Rammstein auftauchte wurde es dann bunt und man war im Grunde wieder da wo man angefangen hatte. Eine Mischung aus E-Gitarren und Keyboards, und alle springen auf diese neue Welle an. Immerhin hielt sie bis zum Anfang des neuen Jahrtausends und existiert immer noch leicht abgeändert.
Inzwischen entwickelten sich aus dem Ursprung immer neue Stile wie dem monströsen Futurepop, eine leicht düstere Variante des modernen Technosounds, oder der Minimalsound von Bands wie Welle:Erdball oder Mikron 64, die sehr stilisierte und einfache Sounds benutzen, die weites gehend wie die Musik der 8-Bit-Computer klingen (C-64, CPC 464 u.a.). Inzwischen gibt es einen regelrechten Misch-Masch an Sounds und Stilen und man kann im Grunde kaum noch von reinen Stilen sprechen, selbst Welle:Erdball rauschen immer mehr in Richtung Neue Deutsche Welle und Delerium hört sich inzwischen an wie eine indische Volkstanzgruppe. Jean-Michel Jarre motzt nur noch seine alten Sachen auf, immerhin in Dolby Surround und Kraftwerk klingen auf ihrer letzten Platte ziemlich einfallslos, aber vielleicht überraschen uns ja noch einige Künstler mit neuen Einfällen.
Ich selber verfüge inzwischen über einen recht guten Überblick an elektronischen Scheiben, unter anderem auch solchen Perlen wie dem Fürsten-der-Dunkelheit-Soundtrack, den ersten beiden Scheiben von Alan Wilder`s (Ex-Depeche Mode) Projekt Recoil oder der einzigen Platte von AMX 40. Leider sind auch einige Sachen, die ich auf Tape aufgenommen hatte, damals bei den Grenzwellen auf FFN, verloren gegangen. So zum Beispiel einige sehr schöne Instrumentalsachen von Clock DVA und LFO. Sollte jemand unter euch sein, der mir da weiterhelfen kann bitte melden!

Das war ein kleiner Einblick in die Welt der elektronischen Musik und ich konnte sicher nicht alles abdecken, aber vielleicht konnte der eine oder andere ja etwas damit anfangen, fühlt sich angesprochen oder macht mal ein paar Hörproben. Mir war es jedenfalls ein Anliegen euch dies nahe zu bringen. smile

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03.04.2007 14:32 Hoshy ist offline Beiträge von Hoshy suchen Nehmen Sie Hoshy in Ihre Freundesliste auf
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Phenomenal: 3 Riesenbeiträge über E-Musik und keiner erwähnt den Papst der E-Musik Brian Eno!

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03.04.2007 15:09 Sam Lowry ist offline Beiträge von Sam Lowry suchen Nehmen Sie Sam Lowry in Ihre Freundesliste auf
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Interessant, da macht sich mal jemand Mühe, tippt einen informativen Überblick zusammen und als erstes kommt seichtes Gemotze ohne jeglichen Versuch den angeprangerten "Fehler" zu beheben oder es besser zu machen. Augen rollen

Rofo... oh man, die Erwähnung läßt Nostalgie aufkommen. Wenn ich das Tape mal wieder finde würde es mich nicht wundern, wenn ich die paar Textzeilen noch immer mitstottern könnte...

Wenn man mich grade heraus fragt, bevorzuge ich die selbst eingespielte Musik mit Schlagzeug und Gitarren. Meine "wilden Teenagerjahre" hindurch wuchs ich im Eurodancefieber auf und hatte deshalb lange keine Lust mich näher mit Musik zu beschäftigen. Einige Maxis und manch Sünde steht versteckt im CD Schrank, aber wenn ich mich dran erinner, was es so alles auf die Bravo Hits geschafft hat und im Radio rauf und runter dudelte... da hat es gedauert bis ich mal die richtigen Leute traf, die mir interessantere Elektromusik zuschoben, mit mehr Melodie, Herz und (für mich extrem wichtig) auch mal einem tieferen Text.
Und dann gibt es einfach wunderbare Stücke in denen ein Synthesizer viel Atmosphäre zur Unterstützung liefert. Da denke ich gern an das wunderschöne Intro zu "Baba O'Riley" von The Who - eine gute Mischung wird von mir sofort akzeptiert.

Mittlerweile habe ich von einem Bekannten einiges aus der Vocal Trance Schiene bekommen und auch wenn mir einige Lieder gefallen, stören mich die vielen Wiederholungen und irgendwie scheint alles nach einem Muster gestrickt und man kann nicht mal einzelne Stimmen oder ein schickes Solo bejubeln, was es mir im Rock einfacher macht oft kopierte Konzepte neu anzunehmen. In dieser Sparte kommt mir die Musik weiterhin recht seelenlos vor und blank produziert und nicht gespielt.
Dann lieber die dunklen Töne im Ambient/EBM Bereich. Da kann ich mich auch nur nochmal für die CD damals bedanken - die liegt zwischendrin immer mal wieder im Player. ^^
03.04.2007 18:07 Willow ist offline E-Mail an Willow senden Homepage von Willow Beiträge von Willow suchen Nehmen Sie Willow in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Willow anzeigen
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Zitat:
Original von Willow
Interessant, da macht sich mal jemand Mühe, tippt einen informativen Überblick zusammen und als erstes kommt seichtes Gemotze ohne jeglichen Versuch den angeprangerten "Fehler" zu beheben oder es besser zu machen. Augen rollen



naja, seichtes Gemotze - so kam ich mir eigentlich dabei gar nicht vor, als ich das schrieb. Vielleicht bin ich ja ein Trampel. Sind sonst eigentlich alle immer so brav hier?
Zum "Informativem" des Textes: Dass sich da jemand Mühe gemacht hat erkenne ich schon an, aber es fehlt nun mal schon was. Die Geschichte der E-Musik ohne Eno ist schon ein bisschen so, als wenn man bei der Erkundung des Mondes die Sowjetunion weglassen würde.
Und besser machen will ich es auch nicht, schreiben wollte jemand anderes über E-Musik. Aber was beabsichtigt Hoshy denn damit. Bestimmt, dass es jemand liest und vielleicht seinen Kommentar dazu abgibt. Sorry, dass mein Kommentar gleich so kritisch war, aber das hat möglicherweise noch was gutes, wenn sich Hoshy als E-Musik-Fan jetzt vielleicht mal den Brian Eno vorknöpft und evtl. sogar Gefallen daran findet.
CD-Empfehlungen bei Bedarf!

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03.04.2007 21:10 Sam Lowry ist offline Beiträge von Sam Lowry suchen Nehmen Sie Sam Lowry in Ihre Freundesliste auf
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Ach so, jetzt kommt wieder die oh-Kritik-ist-nicht-erwünscht-und-alle-sollen-kuscheln-Nummer... Nein, ich nannte es "seichtes Gemotze", denn alles was kam war "ey, da fehlt was", aber statt nur diesen Einwurf zu tätigen kann man selbst Informationen nachliefern! Mir sagt der Name Brian Eno allein nichts, ich kann den natürlich selbst ergooglen oder sonstwo nachschlagen, aber das Problem hast du aufgeworfen und die Chance nicht genutzt einen sinnvollen Beitrag draus zu machen, um genauer zu ergänzen, was genau bzw wo der gute Mann denn fehlt und was ihn da jetzt zum "Papst" macht.
03.04.2007 21:52 Willow ist offline E-Mail an Willow senden Homepage von Willow Beiträge von Willow suchen Nehmen Sie Willow in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Willow anzeigen
Hoshy
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Dein Einwurf ist natürlich durchaus berechtigt, Sam, allerdings geht es mir da wie Willow, es kommt einfach stumpf rüber, von wegen, der Hoshy hat da was vergessen. Augenzwinkern Allerdings ist der liebe Brain Eno da wohl nicht der einzige. Zum Beispiel habe ich solche Künstler wie Kitiaro oder das Yellow Magic Orchestra rund um Ruichi Sakkamoto vollkommen übersehen. Alles Leute, die großen Einfluss auf die heutige Klanglandschaft haben. Aber wie oben schon erwähnt, ist es ein "Einblick" und sollte nicht durch Vollständigkeit bestechen. smile
Brain Eno als Papst der E-Musik zu bezeichnen finde ich ein wenig übertrieben. Er hat durchaus einige sehr schöne Stücke produziert, vor allem im experimentellen Ambientbereich der späten 70er, aber das ist schon sehr speziell und nichts für Einsteiger. Bewundernswert sind da natürlich vor allem seine Beiträge zur Filmmusik in DUNE Der Wüstenplanet und die berühmte Klo-Tauchszene in Trainspotting. großes Grinsen
So sehr habe ich mich mit ihm noch nicht beschäftigt, aber vielleicht kannst du uns da ja weiter führen. Ich wäre interessiert. smile

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04.04.2007 10:55 Hoshy ist offline Beiträge von Hoshy suchen Nehmen Sie Hoshy in Ihre Freundesliste auf
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Ich möchte da auch mal etwas Kritik anbringen, allerdings nicht zum Inhalt. Ich bin ja eigentlich kein Fan der elektronischen Musik, das heißt aber nicht, daß ich mich nicht interessiere. Also habe ich, neugierig, wie ich bin, mir die Beiträge mal durchlesen wollen…

Nur…

@ Hoshy

Würde es Dir etwas ausmachen, diese Beiträge etwas strukturierter zu gestalten? Ich meine, Du hast da drei Textblöcke „hingeklatscht”, fast ohne Absätze. Es liest sich so schon ziemlich schwer, auf einem Monitor ist es gleich noch schwieriger…

Ich weiß, daß ich Dich um etwas bitte, was einen ziemlichen Aufwand bedeutet, aber vermutlich würden es Dir auch noch andere User danken…

Gruß

Spuki
04.04.2007 16:39 Spuki ist offline E-Mail an Spuki senden Beiträge von Spuki suchen Nehmen Sie Spuki in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Spuki in Ihre Kontaktliste ein AIM-Name von Spuki: BerlinRolf YIM-Name von Spuki: Spuk968 MSN Passport-Profil von Spuki anzeigen
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Würde ich gerne machen, aber soviel Zeit und Lust habe ich dann auch nicht. großes Grinsen Ansonsten bleibt doch bitte beim Inhalt... ist ja schließlich keine Doktorarbeit... Augenzwinkern

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Hoshy: 04.04.2007 20:05.

04.04.2007 20:04 Hoshy ist offline Beiträge von Hoshy suchen Nehmen Sie Hoshy in Ihre Freundesliste auf
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Wollte nicht extra einen eigenen Thread aufmachen und weils so schön zum Thema elektronische Musik passt: Ich bin verzweifelt auf der Suche nach der Musik aus dem Originaltrailer zu "No more Heroes" (hieß damals noch "Heroes).

Weiß jemand ob es ein Original gibt, der Track seither irgendwo verwendet wurde oder instrumental verfügbar ist?

Hier der Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=NgyxA-nzJCU


Und nun zum Thema:
Tolle Abhandlung über elektronische Musik. Bin erst seit kurzem von Rock in die Elektrorichtung umgestiegen und kenne nichtmal die Hälfte der genannten Interpreten ... aber ich arbeite daran : -)

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06.04.2007 21:46 cms ist offline E-Mail an cms senden Beiträge von cms suchen Nehmen Sie cms in Ihre Freundesliste auf
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Elektronische Musik ist sehr gut zum Party machen!
07.04.2007 11:24
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@derBO: Auf diesen geistigen Rülpser hat die Menschheit gewartet Augen rollen

Ich bin ehrlich gesagt etwas von den Socken, wenn ich Kommentare lese wie "XYZ fehlt" oder "Kannst du den Text umstrukturieren" ...

Erstmal großartige Arbeit, Hoshy. Ein sehr informativer Überblick, den ich insbesondere deshalb interessant finde, da ich mein Interesse an der Musik erst Anfang der 90er entstand. Den einen oder anderen mir unbekannten Interpreten werde ich mir sicherlich mal etwas näher zu Gemüte führen. Was ich allerdings ein wenig vermisse, sind die 90er.

Zitat:
Ich erinnere mich noch mit Grausen an Rythm is a dancer, Mr. Vain oder solche Granaten wie Blümchen oder Das Modul. Von Scooter fange ich gar nicht erst an…

"Rhythm is a Dancer", "Mr. Vain" oder "What is Love" haben ein ganzes Jahrzehnt geprägt. Bei den "90ern" fallen mir zuerst diese Titel ein, da sie die Welt erobert haben. Für mich waren es die Einsteigertitel und ich liebe sie noch heute. Deswegen imho kein Grund zum Schämen oder sich mit Grausen zu erinnern Augenzwinkern Es muss nicht immer schlecht sein, wenn Underground kommerzialisiert wird. Deshalb war ich sehr froh, über Compilations wie Bravo Hits oder Maxi Dance Sensation an Interpreten wie Fun Factory, Imperio oder Pharao zu kommen. Sicherlich waren Blümchen und Das Modul keine Vorzeigeinterpreten (abgesehen davon, dass "Blümchen" selbst nie am Mikro stand), aber im Fahrwasser einer Erfolgswelle finden sich doch immer qualitativ schlechtere Nachahmer. Insbesondere interessant - auf den Musikmarkt bezogen - finde ich, wie damals die Vertreter noch versuchten, auch von ihrem Stil herauszustechen. Sehe ich mir die heutigen Charts an, komme ich um "Einheitsbrei" nicht herum. Doch damals gab es neben zahlreichen Danceduos (ICE MC, 24-4-7, Magic Affair, Maxx,...) auch noch die vielen Spaßacts wie MO-DO, Rednex, K2, Whigfield,... die man nicht immer ernst nehmen durfte und doch war ihre Musik von einem bestimmten Image geprägt, das einfach Spaß machte.
Ende der 90er ging es mit dem Eurodance (der Begriff entstand interessanterweise erst nach der Jahrtausendwende), der damals noch Dancefloor hieß, leider bergab. Das war die Zeit, in der für mich persönlich eine musikalische Weiterentwicklung dringend nötig war, denn mit dem kommerziellen Trance wurde das komplette Genre wesentlich vielseitiger, neue Trends und Stile konnten sich endlich von den Standard-Beats wegentwickeln und ich bin dankbar, dass Künstler wie DJs@Work, Sylver und Lasgo dem 'neuen' Sound in den Charts ein Gesicht gaben. Nicht zu vergessen die kurzweilige Italo Dance-Phase zwischen 2000 und 2003, die insbesondere durch Gigi D'Agostino geprägt war, der wohl der erfolgreichste Künstler der elektronischen Musik gewesen sein dürfte. Die Italo Dance-Ära überschnitt sich mit der großen Vocal Trance-Phase von 2000 bis 2004, die nicht minder erfolglos war. Mein Herz hängt noch immer an dieser Zeit, auch wenn die Künstler dieses Gebietes leider rar geworden sind und viele mittlerweile auf den reinen Elektrozug umgesprungen sind. Inzwischen steht man in den Clubs vor einer Kreuzung: Man hat die Wahl zwischen Hands Up und Elektro. Leider beides nicht ganz mein Geschmack, aber wenn es denn schon sein muss, Hands Up. Interessant, dass sich gerade diese beiden durchgesetzt haben, obwohl ich weder das eine noch das andere auf weite Sicht qualitativ herausstechend empfinde. Insbesondere Elektro erweckt heute nur noch den Eindruck, aus willkürlich zusammengesetzten Tönen zu bestehen. House? Kurze Zeit war es kommerziell einmal da (2005), wird aber auch langsam von Elektro verdrängt.
Hands Up wird hierzulande in diesem Jahr salonfähig, die Vorreiter sind Cascada und Basshunter. Zwar bin ich froh, dass die mageren Zeiten vorbei sind, auch wenn ich nicht ganz glücklich über die Qualität dieser Acts bin. Allgemein habe ich aber den Eindruck, dass die heutige zahlungswillige Generation größeren Wert auf Partytauglichkeit als auf Musik setzt.

Ich könnte hier noch weiter ausschweifen, allerdings bewegt sich das dann mehr in Richtung Dance/Trance als auf 'elektronische Musik' an sich. Der Markt wird weiterhin im Auge behalten cool
15.04.2007 06:54 Voice ist offline E-Mail an Voice senden Beiträge von Voice suchen Nehmen Sie Voice in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Voice anzeigen
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Danke für diesen interressanten Einblick in die Dance-House-Szene. smile (Ich weiß, der Begriff trifft es nicht ganz, aber wir wollen ja nicht pedantisch werden...Augenzwinkern )
Meine Abneigung gegen den frühen Sound der 90er betrifft nicht unbedingt alles, und "Rythm is a dancer" war vielleicht Ansatzweise recht interessant, den Sound mochte ich eigentlich sehr. Was mich dabei irgendwie störte, war, das man etwas "Beliebiges" draus gemacht hat, eine Kurzzeitpartyspaßhitsingle für Leute, die keine Ahnung vom tiefen Sound hatten, der damals durchaus zu entdecken war. Vor allem im Trance- und dem fast vergessenen Acidhouse-Sound ging vornehmlich die Post ab. Gegen Kommerzialisierung habe ich im Grunde nichts, das gehört eben dazu, man hört es sich an und meistens vergißt man es wieder. Es ist bloß schade, dass aus einer Art "Untergrundbewegung" etwas so Einfaches, Austauschbares entsteht. Finde ich zumindest. smile Aber das passiert ja überall und ständig. (Siehe Neue Deutsche Welle u.a.)
Wighfield, Rednex und Co. ist da aber schon unterste Kanone. War zwar irgendwie lustig aber im Grunde billig und irgendwie unkreativ. Konsumprodukte für die junge Spaßgeneration, die man gothseidank nicht ernstnehmen musste. Augenzwinkern
Übrigens gab es Mitte der 80er auch eine Italo-Elektropop-Welle. Der größte Knaller war da noch die Band Radiorama mit solchen "Hits" wie "Aliens" (gesprochen Aahlii-Ens) oder "Vampires". smile Der interressanteste Popsound kam allerdings kurzfristig aus Frankreich, Ende der 80er, Anfang der 90er. Da schwang echter Soundfetischismus mit. Leider habe ich davon nichts auf CD bewahren können. Echt ärgerlich.

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*winke*
15.04.2007 12:04 Hoshy ist offline Beiträge von Hoshy suchen Nehmen Sie Hoshy in Ihre Freundesliste auf
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@ Sam Lowry:

Wenn hier einer "Papst der E-Musik" ist, dann Rudi Ratzinger (Wumpscut)! Das sagt doch schon der Name... großes Grinsen

Ich würde in diesem Thread noch The Alan Parsons Project erwähnen... eigentlich ja dem Progressive Rock zugeordnet, haben die Herren Parsons und Woolfson schon auf ihrem Debütalbum "Tales of Mistery and Imagination" anno 1976 tüchtig mit Synthies rumexperimentiert, allerdings meistens nur als Ergänzung zu den klassischen Instrumenten... aber Stücke wie Lucifer, Hyper-Gamma-Spaces und Sirius stehen durchaus für erstklassige elektronische Musik.

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The Matrix has you...

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MeisterYoda MeisterYoda ist männlich
..hatte IMMER schon solche Bilder im Kopf


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ups....bin grad auf den Thread gestossen......
da ich 1966 soundmässig "erwacht bin", hätte ich da schon einiges beizusteuern, wobei aber klar ist, dass es keine objektive Meinung, sondern nur subjektive geben kann. (Also wer jetzt der grösste Kapazunder ist)....

ich les Hoshys Beitrag mal in Ruhe, danke ihm jedenfalls vorher dafür,
Sam Lowry reihe ich altersmäßig zw. Hoshy und mir ein, großes Grinsen , was die ENO-Begeisterung angeht...da müsste man in einem Atemzug ja wohl auch Peter Gabriel nennen (und Genesis)...und
WTF ist überhaupt mit EMERSON,LAKE & Palmer ????? blah...

na jedenfalls.... ich hab keine Zeit, wie immer, tue aber hier öffentlich kund, dass ich seit gestern ca. 350 GB Rock-Musik mein eigen nenne...
hab mit nem Hardcore-Sammler Platte getauscht....
großes Grinsen

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WAS IST DAS DENN, VOTZINESISCH? - Crank 2!

"Und was ist mit dem Weltfrieden? - DRAUF geschissen!!" - Machete kills!

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GeorgeClooney
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ihr wollt coole elektronische musik und dazu ein endgeiles video? sollt ihr haben, hier:

http://www.youtube.com/watch?v=oO_VFukmEK8

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

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Zitat:
Original von bastardd
Und was dir wie es aussieht entgangen ist wenn links elwood oder hoshy steht hat das nicht bastardd geschrieben weil sonst würde ja bastardd da stehen....

25.09.2007 18:06 GeorgeClooney ist offline E-Mail an GeorgeClooney senden Beiträge von GeorgeClooney suchen Nehmen Sie GeorgeClooney in Ihre Freundesliste auf
Hoshy
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Themenstarter Thema begonnen von Hoshy
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Yay, der Mann ist so bizarr und macht extrem coole Mukke. "Naive Song" von ihm ist einer der Titel die ich öfter mal von ihm höre. Der hat schon einiges sehr schön geremixt, einiges von Madonna und Fisherspooner.
Neue elektronische Scheiben, die ich empfehlen würde:

Tèo & Tèa - Jean Michel Jarre`s neues Album klotzt mit fetten Sounds und einigen neuen Wegen des alten Franzosen.

Judgement - VNV Nation bietet wieder vollen Sound und einige schöne Songs, mit Ausritten ins Bizarre. Schon einige Monate alt, aber hörenswert.

Alte Scheiben, die ich allen Soundliebhabern empfehlen kann:

1+2 Plus Hydrologie - Recoil (Extrem experimentelles Album mit 80er Sound)

Bloodline - Recoil (Schon eingängiger aber dabei recht künstlerisch anspruchsvoll. Recoil ist übrigens Alan Wilder (Ex-Depeche Mode))

Fractal 1 - Trauma (Sehr düstere Scheibe zweier Hamburger Künstler, für dunkle Stunden)

We all look better in black and white - Das Pssst! (Experimentelle Scheibe einer Berliner Künstlerin, sehr bizarr, recht düster und mit erstaunlich interessanten Soundcollagen. Bester Song "Galgenberg". Naja, und nicht wirklich im Plattenladen zu bekommen.... ähem...)

AMX 40 - (dito) (Abgründiger, bizarrer Soundmix eines Schweizers, der zu oft mit den Yello-Gründern zusammen rumhing. Teilweise ziemlich finster aber sehr geil.)

Constellation - Klaus Doldinger (Neben seinen Jazzplatten und diversen Soundtracks (Das Boot, Unendliche Geschichte usw.) hat der alte Klaus 1983 mal eine rein elektronische Scheibe produziert die mit wunderbaren Klängen und schönen Melodien knapp 35 Minuten lang faszinieren kann.)

A secret wish - Propaganda (Die deutsche Antwort auf Depeche Mode und mit dieser Scheibe eindeutig weit ab von allem Guten. großes Grinsen Beste Songs darauf: "Dr. Mabuse" und "P-Machinery")

Bands die ich hörfreudigen Elektrofans empfehlen würde: (jede einzelne Scheibe aufzuführen wäre wohl zuviel)

Welle:Erdball - Minimal Elektro mit Klängen der neuen deutschen Welle und oft spaßigen oder brisanten Texten

VNV Nation - Ok, eigentlich reinster "Weiberelektro" (ja, so nennt man das in der schwarzen Szene großes Grinsen ) aber einige Sachen sind sehr geil anzuhören.

Delerium - Meine Lieblingsband, die bis 1995 ausschließlich Instrumentalplatten abgeliefert hat. Sind inzwischen leider zu Ethnolastig und hören sich fast wie Enigma an. Die Alben vor 1995 kann ich uneingeschränkt empfehlen. Aber Vorsicht! Eher düsteres Ambientzeugs aus Kanada.

Intermix - Technoides Zeugs von den zwei Deleriummachern. Die ersten 2 Alben sind extrem geil. Das dritte schwengt schon wieder Richtung Urwald...

Front 242 - Hartes Zeug aus Belgien, für alle, die in den 80ern nicht genug tanzen durften. (EBM - Elektronic Body Music)

Frontline Assembly - Hörten sich erst wie Front 242 an, entwickelten aber alsbald einen eigenen Stil. Nicht alles ist gut, aber vieles. (Sind auch wieder die 2 Kanadier von Delerium)

Jean-Michel Jarre - Der Soundtüftler aus Frankreich überrascht immer mal wieder mit Neuerungen. Ist aber eher weichgespült, deswegen gut zu hören. Beste Scheibe: "Equinoxe", schlimmstes Verbrechen "Oxygene Part 4"...großes Grinsen

Yello - Die Schweizer waren schon in den späten 70ern zu hören und einigen anderen weit voraus. Bis in die frühen 90er gut zu hören, auch wenn sie oft experimentell klingen. Kunstpop sozusagen.

Covenant - Schwedische Band die inzwischen im Mainstream angekommen ist aber immer noch gut ankommt. Sehr Technoid, aber weit ab von Scooter und Konsorten.

Dance or Die - 2MannBand aus Berlin die Anfang der 90er gegen den Strom schwamm und 2 sehr schöne Alben herausbrachten. Nach 1993 waren die selbst mir zu doof. 2001 folgte noch ein letztes Album das wieder besser klang, aber bei weitem nicht so gut wie "Psychoburbia" und "Everspring". Düster angehauchter Dancefloor mit bizarren Abstechern.

Depeche Mode - Ja, durchaus empfehlenswert. Man muss nur mal an ihren Hits (die ich größtenteils immer noch mag) vorbeihören.

Kraftwerk - Die Urväter des Techosounds. Nicht alles ist wirklich gut, aber in ihrer Naivität und Kreativität sind sie unschlagbar. Das letzte Album war allerdings ein Witz. Bester Titel: Radioaktivität.

So, das solls erstmal gewesen sein. Viel Spaß beim entdecken! smile

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*winke*

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25.09.2007 18:56 Hoshy ist offline Beiträge von Hoshy suchen Nehmen Sie Hoshy in Ihre Freundesliste auf
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Making Of Kommentator


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Also der Song "Disco Science" kommt mir total bekannt vor. Der Hauptsound kommt bestimmt in irgendeinem Film oder so vor, weiß nur nicht in welchem. Werd das noch recherchieren. EDIT: Habs gefunden, es ist aus "Snatch".

Also so lange bin ich wie oben schon geschrieben ja noch nicht mit der elektronischen Musik vertraut, die ersten Schritte gingen über Placebo zu Depeche Mode die auch sehr schätze, nicht zuletzt wegen dem meiner Ansicht nach tollen "Playing the Angel".

Welche Gruppe mich ebenfalls sehr beeindruckt hat ist Wolfsheim die für mich zwar soundmässig größtenteils sehr generisch klingen, aber die tollen Texte und die wunderschöne Stimme von Peter Heppner machen das eindeutig wieder wett.

In letzter Zeit habe ich dann in einige andere Gruppen reingehört, unter anderem (auf Hoshys Empfehlung hin) hab ich mir zwei CDs von Sequenzer geholt die mir sehr gut gefallen, auf Dauer aber ein wenig eintönig klingen. Dann natürlich Kraftwerk ("Ich bin der Musikant mit dem Taschenrechner in der Hand"...) und auch Welle: Erdball, Ultravos und einige andere. Sogar an Yazoo hab ich teilweise gefallen gefunden.

An dieser Stelle muss ich aber auch einen Tipp loswerden und zwar "Emotional Machines" von "Wave in Head". Über den Song bin ich damals bei Pandora (möge es in Frieden ruhen) drübergestossen und er hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt.

Und was mir gar nicht mehr aus dem Kopf geht - "Justify retten die Elektroszene". Keine Ahnung wo ich diese Aussage gehört habe aber so ganz kann ich nicht zustimmen. Die komplette CD "Cross Symbol" klingt irgendwie gleich, hat zwar schon ihren eigenen Charakter aber es fehlen für mich die Höhepunkte.

Bin schon gespannt auf weitere Hörproben

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Playing = Believing

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26.09.2007 15:18 cms ist offline E-Mail an cms senden Beiträge von cms suchen Nehmen Sie cms in Ihre Freundesliste auf
Hoshy
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Themenstarter Thema begonnen von Hoshy
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Wolfsheim schätze ich auch sehr, vor allem weil ich die allererste Platte "No happy view" einfach genial finde. Da merkt man noch den starken Einfluss von Carlos Peròn (Ex-Yello). Aber ihre neuen Sachen mag ich größtenteils auch.
Schöne Sachen kommen auch von Schiller, der ja auch schon diverse Male mit Peter Heppner zusammengearbeitet hat.
Aus der Gruft-Ecke kommen sowieso einige geniale Elektrosachen, auch wenn vieles davon eher in die härtere bis ganz kaputte Schiene abdriftet (Suicide Commado, Velvet Acid Christ, Die Krupps, MS Gentur usw.). Was den sogenannten Weiberelektro betrifft: mal bei AND ONE reinhören. Teilweise sehr geiles Zeug.

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*winke*
26.09.2007 19:32 Hoshy ist offline Beiträge von Hoshy suchen Nehmen Sie Hoshy in Ihre Freundesliste auf
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