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Autor Beitrag
Thema: Hard Ticket to Hawaii
Ulthar

Antworten: 5
Hits: 4.551
10.04.2009 16:06 Forum: Filme


ja, Andy Sidaris Filme rocken! Vor allem weil der Mann absolut nicht ernst nimmt, was er da dreht und einfach nur das mixt, was ihm selber (und eindeutig nicht nur ihm großes Grinsen ) gefällt.

bei gefallen empfehle ich noch die folgenden Sidaris Filme:
Savage Beach
L.E.A.T.H.A.L. Ladies: Return to Savage Beach
Fit to Kill

außer Savage Beach inzwischen alle auch in Deutschland auf DVD zu haben und alle ähnlich unterhaltsam wie Hard Ticket to Hawaii.
Thema: [REC]
Ulthar

Antworten: 6
Hits: 4.936
05.04.2009 20:06 Forum: Filme


ja, die europäische Hochburg des packenden, spannenden Horrorkinos ist eindeutig immer noch Spanien. Da können auch die Geschmodder-Franzosen nicht mithalten.

[REC] zeigt das mal wieder eindeutig. So - und zwar genaus so - muss ein Pseudo-Doku-Horror-Film aussehen. Die Handlung und Einbindung der Kamera sind in sich absolut stimmig und auch konsequent durchgezogen. Der Film entwickelt in seinen nur 70 Minuten Laufzeit ein unglaublich hohes Tempo unter dem aber weder der Nervenkitzel noch die Geschichte zu leiden haben (zu leiden haben da schon eher die im Haus eingeschlossenen Augenzwinkern ). Auch in seinen "Action-Szenen" wirkt der Film und sein Stil nie aufgesetzt oder konstruiert, sondern behält durchweg seine "dokumentarische Aura" bei. Dazu tragen dann auch immer wieder Szenen bei, wie die in der das kleine Mädchen mit der vermeintlich ausgeschalteten Kamera spielt oder das die Kamera teilweise dem Geschehen nicht folgen kann, bzw. der Zuschauer nur Geräusche und Stimmen identifizieren kann. Sicherlich ist die Geschichte weder in ihrer Ausgangslage noch ihrer Entwicklung wirklich neu, aber wie sie präsentiert wird, dass ist einfach Horror vom Feinsten. Da finde ich es dann auch fast schon schade, dass dem Zuschauer zum Ende hin noch versucht wird, eine etwas aufgesetzt wirkende Erklärung zu liefern, denn ich bin mir sicher, auch mit einem offeneren Ende und ohne eine Erklärung für die Geschehnisse im Haus hätte der Film nichts von seiner Intensität verloren. Zu dieser tragen auch die durchweg guten Schauspieler bei, die insbesondere die Hilflosigkeit und Überforderung in der dargestellten Situation großartig rüberbringen.

Seit "Blair Witch Project" der beste Pseudo-Doku Horror Film, der auch erfahrene Horrorfans noch das ein oder andere mal Zusammenzucken lässt.
8 von 10.
Thema: George A. Romeros "Diary of the Dead"
Ulthar

Antworten: 19
Hits: 9.468
05.04.2009 19:55 Forum: Filme


steht ja seit einiger Zeit in den Videotheken, daher habe ich ihn mir im Rahmen eines kleinen Doku-"Zombie"-Abends angesehen, was dem Film nicht wirklich gut getan hat. Denn als erster Film stand [REC] auf dem Programm, der vom ersten Bild an eine glaubwürdige durchgehend packende Einbindung des "realen" Kamerabildes in die Handlung schafft und dabei von der ersten Minute an gewaltig aufs Tempo drückt und bis zum Ende selbiges auch nicht mehr drosselt.

Dumm nur, dass "Diary of the Dead" da das genaue Gegenteil ist. Die Einbindung der Kamera und vor allem der Voice-Over Geschichte funktioniert so was von gar nicht. Allein schon der Hinweis, dass um den Zuschauer zu erschrecken, Musik mit eingebunden wurde zeigt, dass hier etwas gewaltig falsch läuft, denn zum einen wird damit das Doku-Feeling nahezu komplett vernichtet und zum anderen sollte der Film doch in der Lage sein, ohne dämliche, uralte Erschreckmomente den Zuschauer zu packen (von Blair Witch bis eben zu [REC] war das möglich - Romero scheitert hier). Auch der nächste Hinweis zu Beginn - das die Erzählerin das Material geschnitten hat - erweist sich als teilweise unglaublich blöder Einfall. Der Film wirkt nie wie ein durchgehendes einheitliches Werk, sondern reiht einfach Standard-Horror-Szenen in altbekanntem dramaturgischem Aufbau aneinander, die einfach nur mit einer (bzw. zwei) Handkameras gedreht wurden. So hat die "Cutterin" lieber drin gelassen, wie sie 5 Takes braucht um sich vorzustellen, anstatt andere, wohl sicherlich spannendere Szenen zu zeigen.

Aber mit all dem könnte ich in gewisser Weise noch leben, was den Film aber wirklich tötet ist die Unmenge an Klischees, teilweise selten dämlichen Dialogen und Szenen und das fehlende Tempo. Es passiert eigentlich nichts, was man als einigermaßen Szenekundiger nicht meilenweit im Vorraus sehen kommt. Und auch hier nochmal der Vergleich zum einfach thematisch extrem ähnlichen [REC], der erfindet das Rad auch sicher nicht neu, aber das fällt kaum auf, weil der Film es schafft eine Stimmung und Spannung zu erzeugen, die in Kombination mit dem rasanten Tempo so manche Schwäche locker überspielt. Bei Romero plätschert alles eher dröge vor sich hin, der Alki-Prof (*gähn*) darf weise Sprüche ablassen, die Hauptfiguren lassen kein Klischee und keinen abgenudelten Spruch und Dialog aus und selbst das Geschmoddere wirkt teilweise - dank immer wieder eingesetzter CGI Technik - künstlich und unecht, was bei einer Pseudo-Doku natürlich eher schlecht ist.

Ich konnte ja schon mit "Land of the Dead" nicht mehr wirklich viel anfangen, aber Diary unterbietet den dann doch nochmal deutlich. Zeigt sich sicher auch darin, dass mein Mitbewohner (der auch dem mistigsten Zombiefilm noch was abgewinnen kann) und ich insgesamt 3 Anläufe an 3 verschiedenen Abenden brauchten um den Film zu Ende zu schauen. Auch sind wir uns bis heute nicht sicher, ob Romero eine Zombie-Komödie oder einen ernstgemeinten Horrorfilm drehen wollte, das Ergebnis ist jedenfalls weder das eine noch das andere.

Wie gesagt, im direkten Vergleich zu [REC] ist Diary ein Rohrkrepierer sondersgleichen, daher am besten nicht beide an einem Abend anschauen. Augenzwinkern
Thema: The Punisher: War Zone (2008 )
Ulthar

Antworten: 14
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18.03.2009 19:02 Forum: Filme


Zitat:
Original von Tao
Wenn man den Film um seinen R-Gehalt kürzt, ist er nur noch halb so lang. Wenn man alles Hirnverbrannte rauskürzt, wird ein Musikclip draus. *wallbash*

2/10 für Mr. Castle...
http://www.filmstarts.de/kritiken/39145-...A-War-Zone.html


klingt für mich nach genau dem Film, den ich schon von dem unsagbar miesen Thomas Jane Kinder-Punisher erwartet habe, von daher steigert die Kritik meine Vorfreude eindeutig, auch wenn ich nicht erwarte, dass der Film an den nahezu perfekten Lundgren-Punisher herankommt.
Thema: Nachrichtenlinks
Ulthar

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14.03.2009 19:17 Forum: Laberecke


Zitat:
Original von Nervensäge
So ein Schwachsinn. Wenn der Staat irgendwelchen Leuten die Genehmigung erteilt, tödliche Munition und scharfe Waffen zu besitzen, trägt er entsprechend einen großen Anteil der Verantwortung.


dann trägt der Staat auch die Verantwortung für tödliche Raserei, denn schließlich stellt er die Führerscheine aus. Augen rollen
Die Waffengesetze sind bereits extrem verschärft worden - sind die stengsten in Europa - und an scharfe Waffen kommt man heute alles andere als leicht und erst nach etlichen Kontrollen. Die Gesetze wie wir sie haben sind vollkommen ausreichend, nur wenn dann im Privaten unverantwortlich damit umgegangen wird, kannst du noch so tolle Schränke und Fingerabdruckscanner haben, wenn die Waffe da nicht drin ist, bringt es alles nichts.
Thema: Der zuletzt gesehene Film
Ulthar

Antworten: 2.772
Hits: 561.214
27.02.2009 09:13 Forum: Laberecke


Die Barbaren - hat alles was man von einem guten Barbaren Film erwarten kann und macht reichlich Spaß. Dazu gibt es tolle Landschaftsaufnahmen und eine gute Ausstattung und schicke Sets. Da haben Globus und Golem ihr Geld wirklich gut in Italien angelegt. Dazu gibt es mit Richard Lynch und Michael Berryman ordentlich B-Movie Prominenz.
7 von 10

und btw: die leicht geschnittene FSK12 Fassung ist wohl die mit Abstand derbste FSK12 Freigabe, die die FSK jemals ausgesprochen hat. geschockt
Thema: Academy Awards 2009
Ulthar

Antworten: 26
Hits: 11.168
25.02.2009 16:02 Forum: Smalltalk


http://www.oscars.org/awards/academyawards/rules/rule06.html

einfach mal in die offiziellen Regeln schauen, dass hilft.
Thema: ...ploitation Filme (für Fans des etwas abseitigen Geschmacks)
Ulthar

Antworten: 6
Hits: 12.197
24.02.2009 09:47 Forum: Smalltalk


diesmal keine Filmtipps, sondern ein Video und ein bischen Background zu Jess Franco:

Zunächst das Video der Verleihung des spanischen Filmpreises Goya, bei dem Jesus "Jess" Franco für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Hier also das Video, das die Laudatio und Francos Dankesrede, sowie einen netten Zusammenschnitt seines Schaffens zeigt:



Spaßig zu sehen, wie Oscarpreisträgerin Penelope Cruz und die sonstigen Stars des spanischen/spanisch-sprachigen Films Standing Ovations für den König des Euro-Exploitation Films geben großes Grinsen

wie schon bei "La Mansión de los muertos vivientes" und auch "Vampyros Lesbos" geschrieben, finde ich persönlich Francos Filme teilweise sehr gut, aber teilweise hat der Mann auch unglaubliche Graupen inszeniert.
ZUnächst ein paar Zahlen: Franco hat von 1957 bis 2008 bei 186 Filmen Regie geführt, damit dürfte er wohl einer der Regisseure mit den meisten gedrehten Filmen sein, dass sind deutlich über drei Filme pro Jahr und wenn man sich mal anschaut, dass Franco in den letzten Jahren recht wenig gedreht hat, dann ist das schon erstaunlich.
Seine absolute Hochzeit hatte Franco in den 70er und zu Beginn der 80er Jahren, wo er teilweise 12 Filme pro Jahr gedreht hat.

Franco ist so etwas wie der König des spanischen Exploitation Films, bzw. des europäischen Exploitationfilms. Dabei gibt es eigentlich kein Genre, dass Franco noch nicht bearbeitet hat. Zunächst drehte er vornehmlich Thriller und Krimis, teilweise auch für das spanische Fernsehen, bevor er in den 70er Jahren vermehrt in Richtung Splatter, Erotik, Sleaze und Horror tendierte. In den 80er Jahre folgte dann eine Phase in der Hardcore-Pornos drehte, was letztlich nur eine konsequente Steigerung seiner Sexploitation und Sleaze Filme aus den 70ern war.
Seine besten Filme drehte Franco unbestritten zwischen 1967 und 1971, als er unter Anderem die "Dr. Fu Manchu" Filme mit Christopher Lee drehte. Auch sein wohl bekanntester Film "Vampyros Lesbos" fällt in diese Zeitspanne. Dazu kommen die ebenfalls beachtenswerten "De Sade 70" (ebenfalls mit Lee), "Nachts wenn Dracula erwacht" (mit Lee, Kinski und Herbert Loom) und "Der Hexentöter von Blackmoore" (auch wieder mit Lee).
Deutlich bergab mit der Qualität ging es dann Ende der 70er Jahre und eigentlich auch bis heute. Erwähnt seien hier nur die am ehesten noch bekannten Mondo Canibale 3+4, "Oase der Zombies", "Ilsa - Haus ohne Männer", diverse Frauenknastfilme und "Jungfrau unter Kannibalen"

hier noch ein paar Links:
http://www.schnitt.de/233,1059,01
http://www.terrorverlag.de/events/franco/index.htm
http://www.bcult.it/review_artist.asp?id=283
Thema: Der zuletzt gesehene Film
Ulthar

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23.02.2009 22:46 Forum: Laberecke


Zitat:
Original von Zweiblum
Wer Haas und Hader kennt und schätzt, sollte das nicht verpassen.


steht auf meiner 2009-anschauen-Liste ganz weit oben, auch wenn ich befürchte dass er hier bei uns nicht im Kino laufen wird, aber spätestens auf DVD lass ich mir den nicht entgehen. smile
Thema: Academy Awards 2009
Ulthar

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23.02.2009 20:01 Forum: Smalltalk


Zitat:
Original von Linny
*motzmotz* Warum redet eigentlich jeder von Dummheit?

Wenn ihr zum Arzt geht, einem, der euch nicht jahrelang behandelt, fragt er danach, ob ihr regelmäßig Medikamente einnehmt? Werdet ihr vom Arzt oder Apothekern über Nebenwirkungen und Wechselwirkungen aufgeklärt? Mir ist das bisher noch nie passiert. Und wenn ich nicht selber fleissig Waschzettel lesen würde, dann wäre ich vor nem halben Jahr an nem Herzkasper verreckt.

Das Problem hierbei liegt eindeutig auf zwei Seiten: nachlässige Ärzte und (in Amerika) das Fehlen von Beipackzetteln. Woher weiss der Patient ohne Aufklärung, dass ein Mittel gegen Angstzuständen zusammen mit nem Antidepressiva nen Organversagen zufolge hat? Klar hätte Heath Ledger danach fragen können, aber wer fragt denn nach? Der Arzt wird schon wissen was er tut, denkt man sich.


wobei das auch nichts anderes als Spekulationen sind. Ob es jetzt ausversehen das Einnehmen von mehreren Tabletten war, oder ob Ledger Tablettensüchtig war und sich bei der Zusammenstellung seiner Dosis vertan hat oder sonst irgendwas, weiß keiner hier. (Tablettencocktails sind - wie neulich erst wieder zu lesen war, die Drogen Nr.1 in Hollywood, weil sie leicht zu beschaffen sind und entsprechend dossiert und kombiniert eben auch entsprechend wirken)
Thema: Academy Awards 2009
Ulthar

Antworten: 26
Hits: 11.168
23.02.2009 18:45 Forum: Smalltalk


Zitat:
Original von Dirk Diggler
Aber ulthar, was soll daran schlimm sein? Überraschend war das überhaupt nicht, schlimm aber auch nicht, weil seine Leistung, tot hin oder her, wirklich sehr gut war. Dann kommt natürlich noch der "Faktor Brandon Lee" on top und fertig ist eine vorhersehbare Entscheidung. Wirklich schlimm finde ich das aber nicht, schließlich sind wir alle lange genug dabei, dabei im Sinne von Filmfans, um das zu aktzeptieren, oder nicht?


ich habe ja nicht gesagt, dass es schlimm ist! Ich habe nur gesagt, dass es für mich klar war, dass man sich diese Gelegenheit nicht entgehen lässt, und das eben gerade unter den Gesichtspunkten, die du und Willow nennen.

Und um das auch noch mal klar zu sagen, ich habe hier nirgendwo gesagt, dass er Selbstmord begangen hat, eher hat er wohl eine Pille zuviel eingeworfen - also Dummheit und selbst schuld.

Und ich bin vollkommen der Meinung von Willow, den Oscar hätte er letztes Jahr bekommen sollen für Brokeback Mountain. In Dark Knight war er sicher nicht schlecht, aber mal ganz ehrlich, es war auch eine sehr dankbare Rolle.
Thema: Inglourious Basterds
Ulthar

Antworten: 55
Hits: 24.972
23.02.2009 16:16 Forum: Filme


Die NPD scheint sich wohl nicht auf den Film zu freuen:

http://www.redok.de/content/view/1331/36/

Ärgerlich Ärgerlich Total bekloppt Total bekloppt
Thema: Academy Awards 2009
Ulthar

Antworten: 26
Hits: 11.168
23.02.2009 16:07 Forum: Smalltalk


Zitat:
Original von Vincent
Das war doch mehr als klar, dass er den Oscar abräumt. Nebendarsteller durfte man dieses Jahr nicht sein großes Grinsen

Weiss nicht, ob man jemanden der sich im Drogenrausch mit selbigen selbst umgebracht hat, soo hochloben muss...


so isses. Und wer auch immer an diesem Oscar gezweifelt hat, der hat den Mechanismus von Hollywood noch nicht verstanden. Wie ich bereits im Thread zum Film geschrieben habe, eine solche Chance lässt man sich in Hollywood nicht nehmen. Augenzwinkern

Ansonsten schön, dass Forrest Gump II doch deutlich der Verlierer der Oscars ist. Ich habe dieses Jahr auf die Live-Show verzichtet, da ich mir keine x-Stunden Hugh Jackman antun wollte.
Thema: ...ploitation Filme (für Fans des etwas abseitigen Geschmacks)
Ulthar

Antworten: 6
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23.02.2009 14:26 Forum: Smalltalk


weiter gehts:

Foxy Brown (1974)
Ein Jahr nach dem Erfolg von Coffy drehten Jack Hill und Pam Grier wieder gemeinsam. Der ursprünglich als Fortsetzung von Coffy gedachte Film wurde letztlich doch als eigenständiger Film gedreht, auch wenn er sowohl thematisch, wie auch inhaltlich eng mit Coffy verwandt ist.
Wieder ist Pam Grier die Heldin (diesmal spielt sie die Polizistin Foxy Brown). Als ihr Freund, ein Undercover-Cop, bei einem Einsatz stirbt, schwört sie blutige Rache und schleußt sich dazu als Callgirl in die Drogenszene ein. Wie gesagt, die Geschichte bietet wenig Neues, aber sie funktioniert auch hier bestens. Hill hält am Erfolgsrezept Sex und Gewalt fest und zeigt einen 90 minütigen Rachefeldzug, der keinen Schuldigen verschont. Pam Grier darf einmal mehr mit ihren Reizen und ihrer Ausstrahlung überzeugen und mit Sid Haig (der auch schon in Coffy dabei war) und Antonio Fargas gibt es wieder echte Exploitation und B-Movie Prominenz unter ihren Gegnern.
Auch Foxy Brown funktioniert als das was er ist - ein knallharter Exploitation Selbstjustizkracher - perfekt, auch wenn Hill hier inszenatorisch nicht mehr an die Wucht und Härte von Coffy herankommt. Foxy Brown machte Pam Grier endgültig zu einem Star der 70er Jahre und ist heute erstaunlicherweise weit bekannter als Coffy. Müsste ich mich zwischen beiden entscheiden, würde meine Wahl klar auf Coffy fallen, aber wieso soll ich mich entscheiden, wenn ich auch beide haben kann? Augenzwinkern

Brigade Black Panther aka. The sexy killer (1976)
Die Shaw-Brothers waren schon immer bekannt dafür Trends zu erkennen und diese auch für ihre eigenen Filme zu nutzen. Erinnert sei nur an die Kooperation mit den klassischen britischen Hammerstudios, die zu dem so eigenwilligen, wie genialen "Die sieben goldenen Vampire" führte, oder aber die Produktion des Car-Chase-Krachers "Cannonball". Aber nicht nur in der Kooperation mit den westlichen Studios verstanden sich Hongkongs B-Movie Produzenten Nr.1 bestens. Das zeigt sich bei "Brigade Black Panther" - der deutsche Titel ist irgendwie seltsam, da die titelgebende Brigade im Film überhaupt nicht vorkommt oder erwähnt wird. Der Film ist im Prinzip nichts anderes als ein Rip-off der Jack Hill/Pam Grier Filme Coffy und Foxy Brown. Damit dürfte klar sein, wir befinden uns wieder im Bereich der Frau-nimmt-blutig-Rache Filme.

Chen Ping (die zur damaligen Zeit bis zu 10 Filme pro Jahr für die Shaw Brothers drehte) spielt eine Krankenschwester, in derem Leben alles bestens Verläuft, bis ihre Schwester auf Drogen gesetzt und vergewaltigt wird. Von da an gibt es nur noch eins: Rache.
Dazu gibt sich Chen Ping als Nutte aus und versucht so an den Boss des Drogenkartells zu kommen und ihn zu töten, doch schon bald wird sie durch korrupte Cops und ihren Freund, einen schleimigen Politiker, verraten und soll sterben.
Regisseur Suen Cheung hat hier einen wirklich guten Beitrag abgeliefert. Die Optik stimmt, die Action ist hart und wenn die Heldin am Schluß mit der Schrotflinte gleich reihenweiße die Drogendealer abknallt gibt es auch für Fans von reichlich Kunstblut einiges zu sehen. Dazwischen besticht der Film durch eine enorme Freizügigkeit (zumindest für den Asiatischen Bereich), da vergeht kaum eine Szene in der die Hauptdarstellerin nicht ihre Brüste in die Kamera hält und auch sonst ist alles recht offenherzig gestaltet. Die Action ist nett choreographiert, aber irgendwie sieht man doch immer wieder das hier gewaltig daneben geschlagen wird.
Der Film, der sichtlich an den Pam Grier Filmen angelehnt ist, kann dabei aber mit einr durchweg schöneren und professionelleren Optik überzeugen als die Vorgängen aus den USA. Dazu hat man Chen Ping eine durchaus glaubwürdige Hauptdarstellerin gefunden, die sowohl die harte als auch die verführerische Seite wunderbar verkörpert. Der Rest der Darsteller wird da ganz klar in den Hintergrund gedrängt und fällt auch kaum auf, denn am Ende sind sie eh alle tot.

Die Shaw Brothers haben mit "The sexy Killer" einen wirklich gelungenen Beitrag zum Thema Exploitation Kino produziert, der zwar immer irgendwo zwischen Antidrogenkampagnen-Werbefilm und 70er Jahre Softerotik -Trash hin und her pendelt, dabei aber doch eine Menge Spaß macht. Sicher nicht einer der besten Shaw Brothers Filme, aber bei der Masse an Produktionen kann ja auch mal ein etwas schwächerer Film rauskommen.
Thema: ...ploitation Filme (für Fans des etwas abseitigen Geschmacks)
Ulthar

Antworten: 6
Hits: 12.197
23.02.2009 14:08 Forum: Smalltalk


holla, schon fast seit einem Jahr kein Eintrag mehr? Dann wird es mal wieder Zeit. Diesesmal gibt es einen (S)exploitation Klassiker, zwei Blaxploitation Klassiker und einen netten Beitrag der Shaw Brothers zum Thema "Frauen-nehmen-blutig-Rache":

Vampyros Lesbos (1970)
Gedreht 1970, als Jess Franco noch nicht zum Fließbandproduzenten von Exploitation Schund geworden war, liefert der Film den Beweis ab, dass Franco es durchaus versteht auch handwerklich ordentliche Filme zu drehen. Ob das nun hier aus reinen Zufall geschieht oder wirklich so beabsichtigt war, lasse ich lieber mal dahingestellt, aber ganz ohne Zweifel ist dies einer der optisch anspruchsvollsten Franco Filme.

Die Story gibt dabei nicht viel her und zieht sich auch dem entsprechend über die knapp 90 Minuten Laufzeit. Der Film spielt in Istanbul, wo die Angestellte einer Anwaltskanzlei einer geheimnisvollen Frau verfällt, die sich als letzte Geliebte Draculas herausstellt. Dazu gibt es noch einige kleine Nebenschauplätze, so etwa einen Professor der sich der Vampirforschung verschrieben hat, eine ehemalige Geliebte der Gräfin und deren Ehemann der etwas, nun ja, durchgeknallt ist. Diese Stränge laufen immer mal wieder zusammen und ergeben mit viel Wohlwollen eine mehr oder weniger gelungene Neuinterpretation von Bram Stokers Ur Dracula.

Da die Story also wenig hergibt hat man die Möglichkeit sich auf die Bilder zu konzentrieren die Jess Franco präsentiert und da muss man dann doch neidlos anerkennen, das man es hier mit teilweise wundervoll gewählten Symbolen und Szenen voller Bedeutung zu tun hat. Gefilmt wurde das alles zwar ersichtlich ohne großes Budget, aber aus dem wenigen das zur Verfügung stand wird das beste herausgeholt. Was dem Film sehr gut tut ist der Verzicht auf Special Effects und Blutorgien, die die Atmosphäre, die etwas sehr Traumhaftes hat, eindeutig zerstören würden.
Wie der Titel und insbesondere der Name Jess Franco vermuten lassen, gibt es natürlich reichlich nackte Haut zu sehen, aber der Film bleibt doch trotz der unbedeckten Darstellerinnen sehr zahm und deutet vieles nur an. Mindestens so erstaunlich wie erfreulich ist die Tatsache, das Jess Franco zwei überaus attraktive Darstellerinnen für seine beiden Hauptrollen ausgewählt hat, was ja auch eher selten ist bei Franco. Ewa Strömberg als Mitarbeiterin der Anwaltskanzlei und Soledad Miranda als Vampirin sind eindeutige Hingucker.
Der Film verfügt ja über einen nicht zu verachtenden Kultstatus, den er sich insbesondere in den letzten Jahren erarbeitet hat. Im Rahmen des 70er Jahre Revivals und der Rückkehr von Easy Listing Musik kam insbesondere der Soundtrack zu neuen Ehren, stellt er doch so etwas wie die Reinkultur des funkig-coolen 70er Jahre Pops dar. Der Film strahlt wirklich mit jeder Szene und jedem Bild typisches Seventies Feeling aus und wirkt in Kombination mit dem teils schon fast im Hamilton Stil gedrehten Weichzeichner Szenen und den teils recht eigentümlichen Überblendungen, dann auch schon durchaus etwas surreal.

"Vampyros Lesbos" ist sicherlich kein Meilenstein des Horror oder Erotikkinos aber nicht ganz zu unrecht hat ihn jemand in einem Review mal als "The Citizen Kane of European exploitation" betitelt. Denn irgendwie verbindet er alle Elemente die dieses Genre ausmachen zu einem optisch beeindruckenden Erlebnis, dass man zwar des Öfteren eher belächelt, aber nichts desto trotz auch heute noch begeistern kann. Wer allerdings Gewalt und Sex erwartet dürfte enttäuscht werden. Gesehen haben sollte man den Film auf jeden Fall einmal, und sei es nur um mit eigenen Augen zu sehen, zu was Jess Franco in der Lage ist, bzw. wenn man sieht was er danach gedreht hat, wozu er in der Lage war.

Coffy (1973)
Die erste zusammenarbeit zwischen Regisseur Jack Hill und der damals vollkommen unbekannten Pam Grier. Hill hatte sie wohl durch Zufall kennengelernt und ihr dann das Drehbuch von "Coffy" auf den üppigen Leib geschrieben. Durch "Shaft" war Anfang der 70er Jahre die schwarze Bevölkerung in den USA als große, bis dahin oftmals vernachlässigte Zielgruppe entdeckt worden, die anschließend - bis Ende der 70er Jahre - mit speziell auf die Zielgruppe ausgerichteten Filmen bedient wurden. Hill wurde zu einem der erfolgreichsten Regisseure der Blaxploitation-Ära.

Die Story von Coffy ist dabei typischer Rache- und Selbstjustizstandard. Coffy (Pam Grier) muss mitansehen, wie ihre kleine (11-jährige !!) Schwester an einer Überdosis stirbt. Um die Schuldigen zu finden macht sie sich an den Gangsterboss King Georg ran und bekommt recht schnell einen Einblick in die Szene und lernt auch die Hintermänner (natürlich vornehmlich weißes Establishment) kennen. Sie setzt ihre weiblichen Reize ein um sich das Vertrauen der Bosse zu erschleichen und nimmt blutige Rache an dem Drogensyndikat.
Wie gesagt, wenig Neues. Neu war hingegen die Einführung einer toughen, knallharten (farbigen) Protagonistin, die auch nicht davor zurückschreckt ihren Körper für ihre Ziele einzusetzen. Hill hatte laut Gerüchten vollkommen freie Hand, nur Gewalt und Sex sollte der Film enthalten. Mit diesem Freibrief hat er dann auch das Maximum aus diesem Film herausgeholt. Neben reichlich nackter Haut bietet der Film eine Vielzahl an blutigen Szenen, und das nicht erst, wenn Pam Grier am Ende mit dem Schrotgewehr aufräumt.
Neben der kompromisslosen und expliziten Inszenierung fällt vor Allem der geniale Funk und Soul Soundtrack auf, der wohl mit zum Besten gehört, was in diese Richtung jemals produziert wurde. Pam Grier wurde durch den Film zur Ikone des Blaxploitation-Genres und der Film bietet auch heute noch großartige Unterhaltung und hat nichts von seinem Funk verloren.
Thema: DVD Fantastic Four
Ulthar

Antworten: 4
Hits: 3.139
23.02.2009 10:57 Forum: DVD-Zone


Zitat:
Original von luna
Vielen lieben Dank euch beiden erst einmal.

Aber, soweit ich das erkennen kann, gibt es wohl auch eine 2DVD Ausgabe. Und ich hätte gerne Englischen Untertitel. Der Deutsche ist doof.


dann kauf dir doch die US DVD mit beiden Filmen:
http://www.amazon.com/Fantastic-Four-Col...35382922&sr=8-8
Thema: TV-Tipp von heute!!!!
Ulthar

Antworten: 832
Hits: 208.264
22.02.2009 17:50 Forum: Filme


für alle die zwischen schwulen Cowboys und laaaangen Preisvergaben Lust auf coole, reaktionäre 80er Jahre Action haben:

23:40 Uhr Das Vierte
Invasion U.S.A.

Chuck Norris räumt mit kommunistischen Invasoren auf. Rockt ohne Ende.
Thema: Der zuletzt gesehene Film
Ulthar

Antworten: 2.772
Hits: 561.214
22.02.2009 13:02 Forum: Laberecke


Feuerwalze - immer wieder extremst witziger Abenteuer-Action Spaß mit grandios genialer Rainer Brandt Synchronisation. Louis Gossett Jr. und Chuck Norris haben sichtlich einen tierischen Spaß, der sich auch nahtlos auf den Zuschauer überträgt. Albern, witzig, vollkommen anspruchslos aber dafür kurzweilige Unterhaltung pur. 7 von 10
Thema: Zuletzt gekaufte DVD/Blu-Ray
Ulthar

Antworten: 2.659
Hits: 499.064
22.02.2009 01:03 Forum: Laberecke


Zitat:
Original von Nanny
Sleepaway Camp (2 mal,1 für Monty)
Sleepaway Camp 2 - Unhappy Campers
Camp Blood Trilogy


holla, da hast du dich ja für echte ... äh ... Meisterwerke des Teenie-Slasher Genres entschieden großes Grinsen

Zitat:
Student Bodies

der ist dafür ganz witzig, hies auf der deutschen VHS damals "Was macht der Tote auf der Wäscheleine?" geschockt Total bekloppt

bei mir gabs:

Akte X - Season 5
Thema: Inglourious Basterds
Ulthar

Antworten: 55
Hits: 24.972
21.02.2009 11:56 Forum: Filme


Zitat:
Original von Profisucher
Die "Hakenkreuz-Problematik" bezieht sich doch aber weniger auf das Medium Film, Hakenkreuze und die Bezeichnung "Nazi" lassen sich auch in den Trailern vieler anderer Film finden, siehe "Indiana Jones". Das Problem gibts eigentlich nur bei den Computerspielen und Comics. Von daher werden die solche Inhalte bestimmt nicht tilgen. Wenn dann maximal irgendwelche Plakate... verwirrt


ähm, wie gesagt, im deutschen Trailer/Teaser/wasauchimmer fehlt im Logo das Hakenkreuz:

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